Epstein-Ermittlungen

Nun auch Akten zu Donald Trump veröffentlicht

Ausland
06.03.2026 11:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nun hat das US-Justizministerium auch FBI-Dokumente zum Fall Jeffrey Epstein veröffentlicht, in denen auch Anschuldigungen gegen US-Präsident Donald Trump zu finden sind. Konkret geht es um eine Zeugin, die angibt, im Alter von 13 bis 15 Jahren sowohl von Epstein als auch von Trump missbraucht worden zu sein.

Die Dokumente seien fälschlicherweise als Dubletten gekennzeichnet gewesen und darum erst jetzt veröffentlicht worden, erklärte das Justizministerium. Laut eines FBI-Ermittlungsprotokolls erklärte die Zeugin, Epstein habe sie „entweder nach New York oder New Jersey“ mitgenommen und ihr Trump vorgestellt. Sie habe Trump gebissen, als dieser versucht habe, sie zu Oralsex zu zwingen. Über Jahre hinweg hätten sie sowie ihr nahestehende Personen Drohanrufe erhalten, damit sie zu den Vorfällen schweige.

Diese Demonstrantin in Schottland hat genug von „Trumps Lügen“ im Zusammenhang mit der Causa ...
Diese Demonstrantin in Schottland hat genug von „Trumps Lügen“ im Zusammenhang mit der Causa Epstein.(Bild: AFP/LESLEY MARTIN)

Bisher kein Fehlverhalten nachgewiesen
Trump hatte sich im vergangenen Jahr monatelang gegen die Veröffentlichung der Epstein-Akten gewehrt, bevor der Kongress auch mit den Stimmen seiner Republikaner deren Freigabe erzwang. Bisher veröffentlichte Fotos und Dokumente legen eine enge Beziehung zwischen Epstein und Trump nahe. Bisher wurde dem US-Präsidenten allerdings kein Fehlverhalten nachgewiesen. Trump hatte erklärt, bereits vor Epsteins Verurteilung wegen sexualisierter Gewalt in einem Prozess in Florida im Jahr 2008 mit ihm gebrochen zu haben.

Donald Trump und Jeffrey Epstein waren gut befreundet, doch der US-Präsident will mit dem toten ...
Donald Trump und Jeffrey Epstein waren gut befreundet, doch der US-Präsident will mit dem toten Sexualstraftäter bereits vor dessen Verurteilung im Jahr 2008 mit diesem gebrochen zu haben.(Bild: AFP/KEN CEDENO)

Parlamentsausschuss will Justizministerin befragen
Unterdessen setzt der Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses seine Arbeit vor und will nun Justizministerin Pam Bondi vorladen. Sie soll Auskunft über den Umgang mit den Epstein-Akten durch ihr Ministerium geben.

Epstein soll nach Erkenntnissen des FBI und des US-Justizministeriums mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht haben. Teilweise soll er die Opfer an Prominente vermittelt haben. Der Multimillionär wurde 2008 verurteilt, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft saß er nur knapp 13 Monate Haft ab. Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen und von einem Bundesgericht beschuldigt, noch viel mehr Opfer missbraucht zu haben. Am 10. August 2019 wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

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