Italien wird strenger

Skiresort verbietet Pyrotechnik in Lokalen

Ausland
20.01.2026 18:34
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem verheerenden Brand in der Schweizer Bergortschaft Crans-Montana hat Italiens Regierung mehrere Verschärfungen für Lokale angekündigt. So wird derzeit ein landesweites Verbot von Sprühkerzen in Innenräumen geprüft. Das Skiresort Courmayeur hat Pyrotechnik in Lokalen bereits verboten.

Die Gemeindeverwaltung von Courmayeur teilte am Dienstag mit, das Verbot gelte für pyrotechnische Gegenstände in allen geschlossenen Räumen, insbesondere in öffentlichen Einrichtungen. Offene Flammen seien bei Feierlichkeiten weitverbreitet, ein Verbot daher „notwendig und dringend“, sagte Bürgermeister Roberto Rota. Sprühkerzen, die zu nahe an der Decke gehalten wurden, hatten den Brand im Schweizer Ort Crans-Montana in der Silvesternacht ausgelöst. Dabei kamen 40 Menschen ums Leben, darunter sechs Menschen aus Italien und vor allem Jugendliche. 116 weitere Personen wurden verletzt, die meisten von ihnen schwer.

Italiens Behörden haben unter anderem mit verstärkten Inspektionen in Nachtklubs und anderen öffentlichen Veranstaltungsorten reagiert. Dabei werden Kapazitätsgrenzen, Notausgänge und Brandschutzmaßnahmen kontrolliert. Die Behörden haben bereits mehrere Clubs und Diskotheken geschlossen, darunter das historische „Piper“ in Rom. Der Hintergrund: Die Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana war jahrelang nicht mehr kontrolliert worden, der Notausgang war versperrt und der in Brand geratene Schaumstoff soll aus schlechtem Material gewesen sein.

Italiens Premierministerin Giorgia Meloni sagte, ihre Regierung prüfe ein landesweites Verbot von Sprühkerzen. Der Staat will sich zudem an einem möglichen Prozess gegen den Betreiber und die Betreiberin des Schweizer Lokals beteiligen. „(...) Was in Crans-Montana passiert ist, ist kein Unglück, sondern das Ergebnis von zu vielen Menschen, die ihre Arbeit nicht gemacht haben oder die dachten, sie könnten leicht Geld verdienen (...)“, sagte Meloni. Verbote von Sprühkerzen gelten inzwischen in mehreren Schweizer Kantonen.

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