Polizei rettete Kind
Baby lag zwei Tage in abgeschlepptem Wagen
Unglaublich, aber wahr: Ein 13 Monate alter Bub lag wimmernd im Fonds eines Autos, das auf einem Abschlepphof stand. Nur dank des Abgleiches der Kennzeichen kamen Beamte auf die Spur des vermisst gemeldeten Kleinkindes und hielten Nachschau ...
Weil Orlander Linson Jr. sein Auto so rücksichtslos geparkt hatte, dass er eine Ausfahrt im Detroiter Vorort Harper Woods blockierte, blieb dem Hauseigentümer nichts anderes übrig, als die Polizei zu rufen, die den Wagen abschleppen ließ. Das Unfassbare: Sowohl die US-Cops als auch der Abschleppdienst übersahen, dass der Falschparker seinen 13 Monate alten Sohn auf dem Rücksitz zurückgelassen hatte.
Mutter meldete Sohn als vermisst
Laut den Behörden alarmierte die Mutter des Babys 36 Stunden nach dem Abschleppen das Detroit Police Department, weil ihr Ex-Lebensgefährte ihr Kind nicht zurückbrachte und nicht zu erreichen war. Der kleine Bub wurde offiziell als vermisst gemeldet, nach dem Vater und dessen Wagen gefahndet. Diesen Fahndungsauftrag sah auch ein Beamter des Harper Woods Police Department, dem die Beschreibung von Linsons Auto bekannt vorkam.
Laut einer Pressemeldung der Polizei sei der Beamte beim Abschleppen nämlich mit dabei gewesen. Nach einem Abgleich der Nummernschilder hatte er die Gewissheit und „den schrecklichen Verdacht, dass sich das Kleinkind noch im Wagen befinden könnte und in der Dunkelheit übersehen worden war“.
Ein Streifenwagen raste zum Eastpointe Abschlepphof. Dort hörten die Beamten das leise Weinen eines Babys aus Linsons abgeschlepptem Auto. Sie brachen die Tür auf und fanden das Kleinkind eingeklemmt zwischen seinem Babysitz und der hinteren Tür. Das Baby wurde in die Notaufnahme gebracht und befindet sich laut des Senders „WXYZ“ im stabilen Zustand.
„Ich dachte, Cops bringen Bub nach Hause“
Der Rabenvater wurde einen Tag später festgenommen und muss sich wegen schwerer Kindesgefährdung und der fahrlässigen Verletzung eines Babys vor Gericht verantworten. Polizeichef Ted Stager: „Gegen ihn lagen bereits zehn ausstehende Haftbefehle vor, weshalb er wohl auch seinen Wagen nicht auslösen wollte.“ Linsons Verteidiger behauptet indes, sein Mandant habe angenommen, dass die Cops seinen Sohn beim Abschleppen gesehen und zur Mutter gebracht hätten. Nachgeprüft hatte Linson das allerdings nicht. Er muss bis zu seiner nächsten Anhörung am 11. März in Untersuchungshaft bleiben.








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