Gewalt an Frauen

Was ist da los in unserem Land?

Steiermark Newsletter
14.01.2026 10:30

Das neue Jahr beginnt, wie das alte geendet hat: mit unfassbaren Gewalttaten an Frauen. Ein steirischer Polizist führte seine Kollegen zur Leiche von Johanna G., die er getötet haben soll – bei einem „Unfall“, wie er beteuert. Und in Niederösterreich wurde eine 36-Jährige erwürgt und im Keller versteckt. Was ist da los in unserem Land?

Ausgerechnet ein Cobra-Beamter, vertrauenswürdig, perfekt ausgebildet, psychologisch geschult, soll für den Tod der seit Tagen vermissten Steirerin Johanna G. verantwortlich sein. Er führte die Ermittler gestern Abend in ein Waldstück in der Südoststeiermark, wo er die Leiche der 34-Jährigen verscharrt hatte. Es sei ein „Unfall“ bei einem „Würgespiel“ gewesen, rechtfertigt sich der 30-Jährige, doch Kriminalisten gehen von einem Femizid aus. Die junge Frau dürfte von ihm schwanger gewesen sein, er ist aber in einer aufrechten Beziehung. Ein mögliches Motiv für einen eiskalten Mord (es gilt die Unschuldsvermutung).

Wenige Stunden später dann die nächste Schock-Nachricht: Ein 47-jähriger Mann aus Niederösterreich gestand, seine 36-jährige Freundin in Wilfersdorf erwürgt und die Tote bereits vor Tagen im Keller versteckt zu haben. Der mutmaßliche Täter war bereits amtsbekannt, in der Vergangenheit musste die Polizei schon mehrmals wegen häuslicher Gewalt gegen ihn vorgehen.

Das neue Jahr beginnt also so traurig, wie das alte Jahr geendet hat: Mit Schrecken erinnert man sich noch an den Fall Stefi P. aus Graz, die von ihrem Ex-Freund ebenfalls erwürgt und in einem Wald in Slowenien versteckt wurde. Auch hier sagt das Medienrecht: Es gilt die Unschuldsvermutung.

Drei unfassbare Fälle in nur zwei Monaten, die sprachlos machen. Obwohl es bereits unzählige Hilfsangebote und Projekte im ganzen Land gibt, anonym, niederschwellig, sehen manche Männer die Lösung ihrer Beziehungsprobleme in einem Femizid. Schluss damit! Schauen wir nicht mehr weg, wenn wir in unserem Freundes- und Bekanntenkreis Anzeichen für häusliche Gewalt wahrnehmen. Oft beginnt es im „Kleinen“, mit verbalen Untergriffen, den ersten Alarmzeichen, die es zu registrieren gilt!

Trotz allem: einen schönen Mittwoch!

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