Im großen Bieterstreit gewann Paramount und kauft Warner Bros. Warum durch den großen Studio-Deal künftig weniger preiswürdige Filme starten und wie dadurch die Oscar-Freude jetzt schon getrübt wird.
Nachdem viele Wochen der Bieterstreit zwischen Netflix und Paramount Hollywood beschäftigte, steht seit Kurzem fest, dass Paramount sich den Kinogiganten Warner Bros. sichern konnte. Für viele Filmschaffende in den USA war es eine Entscheidung wie zwischen Pest und Cholera. Denn bei einem Sieg von Netflix fürchteten viele, dass der Fokus künftig auf Streaming gelegen wäre und weniger Filme ins Kino gekommen wären. Doch die Situation mit Paramount ist wohl nicht besser: Die Zusammenlegung zweier riesiger Studios wird wohl ebenfalls die Blockbuster-Zahl verringern. Versprochen wurden jedenfalls insgesamt 30 Produktionen pro Jahr.
Doch es geht nicht nur um die Anzahl, sondern auch um die Qualität. Paramount-Chef David Ellison gilt als Vertrauter von US-Präsident Donald Trump. Viele amerikanische Künstler fürchten, dass dies eklatante inhaltliche Folgen haben könnte. Werden gewagtere Inhalte, kritische Filme oder Themen, die „ganz oben“ nicht gut ankommen, künftig von dem Mega-Unterhaltungskonzern abgelehnt werden?
Gerade diese Filme sind es aber häufig, die wegen ihrer Wagnisse bei den Oscars gute Chancen haben. Ob unter dem neuen „Regime“ 16 Oscar-Nominierungen für einen fast ausschließlich mit schwarzen Schauspielern besetzten Horrorfilm wie „Sinners“ möglich gewesen wären? Oder 13 Nominierungen für „One Battle After Another“, der von einem faschistoiden Regime erzählt? Beide Favoriten wurden von Warner Bros. produziert. Moderator Conan O’Brien wird in der Nacht auf Montag dazu bestimmt die eine oder andere Spitze parat haben
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