Mikaela Shiffrin hat sich den Sieg im Slalom der Damen in Aare gesichert! Die US-Amerikanerin setzte sich vor ihrer großen Konkurrentin Emma Aicher durch und baute damit die Führung im Gesamtweltcup aus. Auf dem dritten Platz landete Wendy Holdener aus der Schweiz. Für Katharina Truppe blieb unterdessen nur der bittere vierte Platz.
US-Star Mikaela Shiffrin hat am Sonntag in Åre ihren 109. Sieg im alpinen Ski-Weltcup gefeiert. Die seit Freitag 31-Jährige gewann in Schweden 0,94, Sek. vor der Deutschen Emma Aicher ihren insgesamt 72. Weltcup-Slalom. Die Kärntner Vorjahressiegerin Katharina Truppe verfehlte 1,09 Sek. zurück Rang drei der Schweizerin Wendy Holdener nur um 0,09 Sek. Sonst kam von insgesamt sieben Österreicherinnen nur Katharina Gallhuber (+3,31) als 21. in die Punkteränge bzw. in Lauf zwei.
Für die nach dem ersten Durchgang hinter Shiffrin und Aicher auf Rang drei gelegene Truppe ist es ein Fortsetzen ihrer Top-7-Serie. In diesem Winter hat sie sich in diesem Bereich nach Platz 16 in Levi inklusive Olympias neunmal in Folge platziert. „Als ich gesehen habe, dass es nur neun Hundertstel waren, hat mich das richtig geärgert. Das tut schon weh“, sagte Åre-Vorjahressiegerin Truppe. Liegengelassen habe sie es im letzten Drittel, bei der Vertikale rein ins Ziel. „Aber es gibt Schlimmeres als einen vierten. Platz vier unterstreicht meine Saison.“
Truppe noch im Kampf um Rang drei im Slalom-Weltcup
Während die in acht von den neun der bisherigen Saison-Torläufen siegreiche Shiffrin seit Ende Jänner als Gewinnerin des Disziplin-Weltcups feststeht, hat Truppe weiter eine Chance auf die Top drei. 27 Punkte fehlen ihr da nun auf die hinter der Schweizer Kranjska-Gora-Siegerin Camille Rast drittplatzierte Holdener. „Es ist schon noch das Ziel. Es ist etwas schwieriger geworden, weil sie vor mir liegt. Aber ich werde es probieren“, kündigte Österreichs klar beste Slalomläuferin dieses Winters für das finale Rennen in Hafjell an.
Gallhuber war zumindest an diesem Tag die zweitbeste ÖSV-Läuferin. Als 29. des ersten Laufes gerade noch qualifiziert, verbesserte sich die Niederösterreicherin noch um acht Ränge. „Der zweite (Lauf) war echt solide. Ich nehme das Positive für das Finale mit.“ Außerhalb der Top 30 klassierten sich Natalie Falch als 36., Franziska Gritsch als 40., Juniorinnen-Vizeweltmeisterin Leonie Raich als 42. und Lisa Hörhager als 45. Katharina Huber, mit Ariane Rädler Olympiasiegerin in der Teamkombination, schied im ersten Lauf aus.
Für den letzten Saison-Slalom hat sich außer Truppe und Gallhuber als 4. bzw. 18. des Disziplin-Rankings auch Huber als 15. qualifiziert. Katharina Liensberger ist als 16. auch in den für das Ticket erforderlichen Top 25, muss aber verletzt passen. Hörhager und Falch als 27. und 28. ließen ihre Chance am Sonntag aus. Für den Riesentorlauf in Hafjell hatten sich am Vortag neben Tages- und Kugelgewinnerin Julia Scheib auch Stephanie Brunner und Nina Astner qualifiziert.
Shiffrin aber fuhr wie fast immer traumwandlerisch durch die Tore. Nur im Finish des zweiten Laufs hatte sie Unsicherheiten. „Diese Bedingungen mag ich am wenigsten“, sprach die Slalom-Olympiasiegerin im ORF die Frühlingsverhältnisse an. „Ich weiß, was ich bei diesen Bedingungen oft falsch gemacht habe und habe versucht, dagegen anzukämpfen.“ Sie hat nun die Chance, mit einem Erfolg auch in Norwegen einen alleinigen Rekord an Slalom-Saisonsiegen aufzustellen. Ihre Hauptkonzentration gilt aber wohl dem Gesamtweltcup, 140 Punkte liegt sie aktuell vor Aicher.
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