Netflix dürfte im Ringen um Teile von Warner Bros Discovery ein reines Bar-Angebot vorbereiten. Damit solle ein Verkauf der Filmstudios und des Streaminggeschäfts beschleunigt werden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Nachricht beflügelte die Aktien der beteiligten Unternehmen.
Zum Handelsschluss am Dienstag legten die Papiere von Warner Bros um 1,62 Prozent zu, die von Netflix gewannen 1,02 Prozent. Zuerst hatte die Agentur Bloomberg News über die geplante Bar-Offerte berichtet. Netflix lehnte eine Stellungnahme ab, während von Warner Bros zunächst kein Kommentar zu erhalten war.
Übernahmekampf zwischen Netflix und Paramount
Der Übernahmekampf um die Warner-Studios mit ihren wertvollen Filmreihen wie „Harry Potter“ und „Game of Thrones“ ist die derzeit am meisten beachtete Schlacht in Hollywood. Konkurrent Paramount Skydance argumentiert, sein Bar-Angebot über 30 Dollar je Aktie für das gesamte Warner-Unternehmen sei dem bisherigen Netflix-Angebot überlegen. Dieses bestand aus Bargeld und Aktien im Wert von 27,75 Dollar je Aktie nur für die Studios und das Streaming-Geschäft.
Der Warner-Verwaltungsrat bevorzugt jedoch den Netflix-Deal und verweist auf die hohe Schuldenfinanzierung des Paramount-Gebots, die ein Risiko für den Abschluss darstelle. Die Ernsthaftigkeit der Verhandlungen wird durch hohe Ausstiegsklauseln untermauert: Netflix hat einer Strafzahlung von 5,8 Milliarden Dollar zugestimmt, falls die Aufsichtsbehörden den Deal blockieren. Sollte Warner Bros die Vereinbarung aufkündigen, müsste der Konzern 2,8 Milliarden Dollar an Netflix zahlen.
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