In der Übernahmeschlacht um den US-Film- und Medienkonzern Warner Bros Discovery ist der Bieter Paramount Skydance auch mit einem verbesserten Angebot auf Ablehnung gestoßen. Der Warner-Verwaltungsrat habe das neue Angebot „einstimmig“ zurückgewiesen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Das Angebot blieb demnach „in mehreren wichtigen Punkten“ hinter der Fusionsvereinbarung mit dem Streamingdienst Netflix zurück. Dieser hatte Anfang Dezember die geplante Übernahme von Warner Bros Discovery für fast 83 Milliarden Dollar (rund 70,6 Milliarden Euro) bekannt gegeben. Zu Warner Bros Discovery (WBD) gehören unter anderem Film- und Fernsehstudios, der Streamingdienst HBO Max sowie der Nachrichtensender CNN.
Bieterkampf mit Polit-Komponente
Paramount Skydance legte wenige Tage später ein feindliches Angebot für WBD über 108 Milliarden Dollar vor. WBD wies es als „nicht im Interesse des Unternehmens“ zurück. Der Vater von Paramount-Chef David Ellison, Milliardär Larry Ellison, bot daraufhin kurz vor Weihnachten eine Bürgschaft über gut 40 Milliarden Dollar für die Paramount-Offerte an.
Der Bieterkampf hat auch eine politische Komponente: Während Netflix der Demokratischen Partei nahe steht, ist Larry Ellison ein Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. Trump hatte die Übernahmepläne von Netflix bereits infrage gestellt und dies mit dem „sehr großen Marktanteil“ des Streaminganbieters begründet. Zudem pocht Trump darauf, dass der Fernsehsender CNN, den er in der Vergangenheit wiederholt scharf kritisiert hatte, verkauft wird.
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