Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte: Nach einer Absage des KI-Unternehmens Anthropic an das US-Militär kommt nun der Mitbewerber OpenAI zum Zug. Der ChatGPT-Entwickler gab am späten Freitagabend eine Vereinbarung mit dem US-Militär über den Einsatz seiner KI-Modelle in klassifizierten Cloud-Netzwerken bekannt.
„Bei all unseren Interaktionen hat das Kriegsministerium einen tiefen Respekt für Sicherheit und den Wunsch nach einer Partnerschaft gezeigt, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen“, schrieb OpenAI-Chef Sam Altman auf der Plattform X. Sein Unternehmen werde auch technische Schutzmaßnahmen entwickeln, um sicherzustellen, dass sich die KI-Modelle wie vorgesehen verhalten, was auch im Sinne des Ministeriums sei, so Altman weiter.
Nach Verschärfung der Gangart gegen Rivalen Anthropic
Die US-Regierung hatte am selben Tag das Vorgehen gegen den OpenAI-Rivalen Anthropic verschärft. US-Präsident Donald Trump wies alle Bundesbehörden an, die Nutzung der Technologie von Anthropic einzustellen. Das Pentagon stufte das Unternehmen zudem als Risiko für die Lieferkette ein.
Hintergrund ist ein Streit über den Einsatz von KI in Waffensystemen und zur Überwachung. Anthropic hatte Garantien gefordert, dass seine KI nicht für vollständig autonome Waffen oder zur Massenüberwachung im Inland eingesetzt wird. Das Unternehmen will nun die Entscheidung der US-Regierung gerichtlich anfechten.
Das Pentagon will KI-Modelle verstärkt in geheimen Netzwerken einsetzen. Mit seiner ablehnenden Haltung bildet Anthropic eine Ausnahme in der Branche: Konkurrenten wie die Google-Mutter Alphabet, das von Tesla-Chef Elon Musk geführte Unternehmen xAI sowie OpenAI hatten bereits Abkommen mit der Regierung geschlossen.
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