Elektro-Einsteiger

Kia EV2 als Mini-SUV mit Mega-Beinfreiheit

Motor
09.01.2026 10:40

Lange mussten wir warten, jetzt sprießen plötzlich überall kleine, leistbare Elektroautos aus dem Boden – nicht nur in China, sondern auch aus dem europäischen. Und das sogar von einem südkoreanischen Hersteller. Kia präsentiert auf der Brüssel Motor Show den neuen EV2, der ausschließlich in Europa erscheint und in der Slowakei gebaut wird. Die „Krone“ nahm schon vorab darin Platz.

Nach EV9, EV6, EV4 und EV3 macht Kia seine Elektro-Plattform E-GMP noch eine Nummer kleiner: Genau 4060 mm ist der EV2 kurz, dafür bietet er 2565 mm Radstand – das entspricht etwa dem 100 mm längeren Verbrenner Kia Stonic. Damit versprechen die Koreaner die beste Beinfreiheit in der Klasse der B-SUV für die Hinterbänkler: 885 mm sind es beim Fünfsitzer, da kann ein 1,80-m-Mensch tatsächlich hinter einem gleich Großen sitzen. Dahinter bleiben noch 362 l Kofferraum.

Bis zu 61 kWh große Akkus finden im Unterboden Platz.
Bis zu 61 kWh große Akkus finden im Unterboden Platz.(Bild: Kia)

Fünfsitzer – oder Vierer mit verschiebbarer Rückbank
Entspannter geht’s in der Version mit vier Sitzen zu: Da sind die hinteren zwei verschiebbar, die Rücklehne lässt sich neigen. Sogar Großgewachsene können hier hinten lümmeln. Schiebt man die Rücksitze nach vorne, wird es für die Knie sehr knapp, dafür passen stattliche 403 l in den Kofferraum.

Der Kofferraum fasst bis zu 403 Liter.
Der Kofferraum fasst bis zu 403 Liter.(Bild: Kia)
Beim Viersitzer sind die Rücksitze verschiebbar.
Beim Viersitzer sind die Rücksitze verschiebbar.(Bild: Kia)

Unter der Fronthaube warten noch 15 l Stauraum fürs Ladekabel. Wenn wir schon beim Thema sind: Neben 11-kW-Laden bietet Kia erstmals optional 22-kW-Laden mit Wechselstrom (AC) an. Bei den Leistungsspitzen am Schnelllader hält sich Kia noch bedeckt. Nur die Zeiten von 10 auf 80 Prozent Ladestand werden verraten: 29 bzw. 30 Minuten.

Zwei Arten von Akku
Denn es es gibt zwei Batterie-Größen: Standard Range mit Lithium-Eisenphospat-Akkus (LFP) mit 42,2 kWh, die für bis zu 317 km reichen sollen, Long Range mit Nickel-Mangan-Kobalt-Akkus (NMC) mit 61,0 kWh für bis zu 448 km Reichweite.

Auch bei der Leistung des E-Motors wollen die Koreaner noch nicht alles verraten: 147 PS werden beim Standard Range an die Vorderräder geliefert, beim Long Range gibt es noch keine Info. Beide Varianten werden bei 160 km/h abgeregelt, der Hunderter-Sprint dauert 8,7 bzw. 9,5 Sekunden. Anhänger können auch gezogen werden, maximal 750 kg sind erlaubt.

Beim Einsteigen wird man begrüßt.
Beim Einsteigen wird man begrüßt.(Bild: Kia)

Begrüßung statt „Jausenbrett“
Beim Einsteigen wird der Fahrer mit einem „Hello :=)“ begrüßt, das auf einer Lichtleiste in der Türe steht. Freundlich. Wie der Innenraum. Das graue Plastik wird mit gelben Akzenten und einem Stoffpaneel am Armaturenbrett aufgehübscht, die meisten Materialien wirken wertig. Auf das „Jausenbrett“ des EV3 in der Mittelarmlehne hat man hier zugunsten einer Handyschale verzichtet, ein zweites kann induktiv geladen werden. Sogar Ambientelicht gibt es in diesem Klein-SUV. Apropos Licht: LED-Scheinwerfer sind immer an Bord.

Erste Sitzprobe im elektrischen 4,06-m-SUV KIA EV2 vor der Premiere in Brüssel.
Erste Sitzprobe im elektrischen 4,06-m-SUV KIA EV2 vor der Premiere in Brüssel.(Bild: Gilbert Haake)

Navi nicht immer dabei
Tasten wurden aufs Wesentliche reduziert, nicht zu viele, nicht zu wenige. Vorbildlich. Stets eingebaut ist der Dreierpack aus zwei 12,3- und einem 5,3-Zoll-Display für Fahrinformationen und Infotainment. Allerdings: Nicht alle Ausstattungslinien haben ein Navi integriert, dafür kann man Apple Carplay und Android Auto kabellos verwenden. Der Haken: Nur beim integrierten Navi gibt es auch einen EV Route Planer, der Ladestopps berechnet und die Akkus schon automatisch vorkonditioniert, bevor man eine Ladesäule ansteuert. Das muss andernfalls manuell erledigt werden.

Zwei 12,3 und ein 5,3 Zoll Bildschirm, daneben ein Stoff-Paneel.
Zwei 12,3 und ein 5,3 Zoll Bildschirm, daneben ein Stoff-Paneel.(Bild: Kia)

Für Verspielte gibt es „Themenwelten“ als Hintergrund fürs Infotainment, gegen Aufpreis kann man dann aus Pixar, Disney, usw. wählen. Nützlicher sind da schon Upgrades wie die Ein-/Auspark-Fernbedienung, 360-Grad-Kamera und ein echtes Schiebedach.

Im März geht‘s zum Händler
Ab März surrt der EV2 Standard Range zu den Händlern, im Sommer folgt der Long Range. Preise sind noch keine bekannt, aber Kia wird wohl versuchen, unter der wichtigen 25.000-Euro-Marke zu bleiben.

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