Das nächste Feuerwerk unserer Sprinterinnen! Erst lief Karin Strametz beim ÖLV-Hallenmeeting in Wien über 60 m Hürden nur um eine Hundertstel in neuer persönlicher Bestzeit von 7,97 Sekunden am zwölf Jahre alten ÖLV-Rekord von Beate Schrott (jetzt Taylor) vorbei. Dann lief auch Isabel Posch über 60 m in tollen 7,25 Sekunden eine neue Bestzeit.
7,97! Und es war noch kein perfektes Rennen von Karin Strametz, wie sie sagte: „Natürlich bin ich mit der Zeit total zufrieden. Aber ich habe den Start sogar noch vermasselt! Da geht heuer noch mehr!“ Kein Wunder, dass sie hofft, dass es dann bei der Hallen-WM in zwei Wochen in Torun noch schneller geht. Der Formaufbau bei dem Erfolgsduo von Trainer Philipp Unfried und Karin Strametz geht nämlich wieder einmal voll auf.
Schon im Vorlauf war sie starke 8,01 Sekunden gelaufen, dann gab es ein dramatisches Finale, in dem sie die Ungarin Luca Kozák (7,98) knapp besiegen konnte. Als dann die 7,97 aufleuchteten, war der Jubel bei Karin Strametz natürlich riesig. Erste Gratulantin war dann Beate Taylor, die jetzt im ÖLV-Leistungssportreferentin ist.
Posch sichert WM-Platz ab
Eine Woche nach dem sensationellen 60-m-Sprint bei den Meisterschaften kam es zu einer Neuauflage, des großen Duells zwischen Leni Lindner (7,21) und Isabel Posch (7,26). Diesmal hatte die Vorarlbergerin die Nase klar vorn und lief in 7,25 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit, Leni Lindner wurde Dritte in 7,40. Damit verbesserte sich Posch auch in der Qualifikation für die WM. Da kann ihr jetzt nichts mehr passieren. „Ich bin natürlich überglücklich“, strahlte Isabel, die sich nur kurzfristig entschieden hatte, zu diesem Meeting zu kommen. Der Papa hatte sie nach Wien chauffiert.
In seinem zweiten Rennen nach dem Comeback sorgte Markus Fuchs erneut für eine starke Leistung. Schon im Vorlauf über 60 m lief er 6,69 und ließ dann im Finale als Sieger 6,71 folgen.
Für die Hallen-WM in Torun (20. bis 22. März) ist ein ÖLV-Quartett so gut wie sicher. Fix ist jedenfalls Karin Strametz, die über 60 m Hürden in dreimal das Direkt-Limit auf geschafft hat: 7,97 – 8,01 – 8,02. Die 60-m-Sprinterinnen Leni Lindner (7,21) und Isabel Posch (7,25) liegen in der Qualifikations-Rangliste für Torun auch gut genug, dass ihnen ein Platz unter den 56 Teilnehmerinnen kaum noch zu nehmen ist.
Caroline Bredlinger war zwar in der 800-m-Rangliste zuletzt offiziell auf den 31. Platz zurückgefallen (30 Läuferinnen sind auf dieser Strecke zugelassen). Trotzdem schaut es sehr gut aus, dass die Burgenländerin bei der WM dabei ist. Denn zumindest zwei Athletinnen (die Kenianerin Gladys Chepngetich und die Slowenin Ziva Remic) haben schon abgesagt. Gut möglich ist auch, dass Samu Jallow aus Gambia verzichtet. Denn sie startet (wie Chepngetich) eine Woche vor der WM bei den NCAA Championships in Faetteville, dem Höhepunkt der Studenten in den USA. Erfahrungsgemäß wird Caro Bredlinger bei vermutlich weiteren Absagen circa als 27. oder 28. zur WM fliegen.
Masters-Weltrekord
Über 60 m Hürden stellte der 41 Jahre alte Tscheche Petr Svoboda bereits im Vorlauf in 7,74 Sekunden einen hochkarätigen Masters-Hallen-Weltrekord in der Altersklasse M40 auf. Da verbesserte er seine kürzlich erzielte Bestmarke um 4 Hundertstel. Im Finale lief er dann als Zweiter 7,81 und erklärte dann: „Das war das letzte Rennen meiner Karriere!“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.