Signal der Blackbox?

“Beste Information, die wir jemals hatten”

Ausland
07.04.2014 12:29
Bei der Suche nach der verschollenen Boeing 777 der Malaysia Airlines gibt es wieder neue Hinweise auf die Blackbox. Zwei von australischen Suchmannschaften im Indischen Ozean geortete Funksignale entsprechen denen eines Flugschreibers, wie der Koordinator der Suchaktion, Angus Houston, am Montag sagte. Es handle sich dabei "um die beste Information, die wir jemals hatten".

Die Signale waren vom australischen Schiff "Ocean Shield" (Bild) etwa 1.700 Kilometer nordwestlich von Perth verfolgt worden. Das Schiff hat ein Spezialgerät an Bord, mit dem Flugschreiber-Signale bis in 6.000 Meter Tiefe geortet werden können. Man habe zweimal Signale verfolgt, einmal sogar mehr als zwei Stunden lang, sagte Houston. Sie seien an anderer Stelle geortet worden, als jene, die am Wochenende von einem chinesischen Schiff bemerkt worden waren.

Spezialgerät soll Flugschreiber-Signale orten
Das Spezialgerät zur Ortung von Flugschreiber-Signalen wurde von der "Ocean Shield" in 3.000 Metern Tiefe eingesetzt. An der fraglichen Stelle ist der Ozean nach Angaben von Houston etwa 4.500 Meter tief. "Es liegt noch viel Arbeit vor uns, um einmal bestätigen zu können, dass das Flugzeug an jener Stelle ins Wasser stürzte", sagte Houston. "Das ist eine vielversprechende Spur, aber wir haben die Maschine noch nicht gefunden." Das gesamte Suchgebiet umfasse demnach rund 234.000 Quadratkilometer.

Klarheit werde es nur geben, wenn das Wrack des Langstreckenjets auf dem Meeresgrund geortet sei. Dazu werde man zu gegebener Zeit ein kleines Unterwasserfahrzeug mit entsprechender Kamera einsetzen, um hoffentlich Fotos des Wracks zu erhalten. Zunächst gehe es jedoch darum, die Signale erneut aufzuspüren, meinte Houston. Dazu werde die "Ocean Shield" eine 4,8 Quadratkilometer große Fläche systematisch in einem Raster absuchen.

Signale der Blackbox kurz vor dem Verstummen
Insgesamt suchten am Montag nach australischen Angaben 14 Schiffe, bis zu neun Militärflugzeuge sowie drei zivile Maschinen nach der verschollenen Boeing 777. Doch die Zeit droht davonzulaufen: Denn die Blackbox-Batterien reichen nur für rund 30 Tage - und somit könnte das Signal noch am Montag verstummen. Danach würde es noch schwieriger werden, Reste des Flugzeugs zu finden. 

Noch lebt die Hoffnung, mithilfe der Blackbox das Geheimnis um das Verschwinden der Boeing zu klären. Der orangefarbene Metallbehälter enthält den Flugschreiber, der Daten wie Kurs, Flughöhe oder Tempo registriert. Außerdem zeichnet ein Stimmenrekorder Gespräche und Geräusche im Cockpit auf.

Die Malaysia-Airlines-Maschine mit 239 Menschen an Bord war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden - allem Anschein nach stürzte sie in den Indischen Ozean.

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