Körper erholt sich

Rauchstopp: Schon nach einer Minute gesünder

Jede Zigarette, die Sie nicht geraucht haben, verlängert Ihr Leben! Rauchen schädigt Herz, Lunge, Blutgefäße und erhöht das Risiko für zahlreiche Krankheiten. Doch die gute Nachricht ist: Der menschliche Körper ist eine wahre Regenerations-Power-Maschine! Schon nach wenigen Minuten geht's bergauf!

1,5 Millionen Österreicher ab 15 Jahren rauchen täglich, das ist über ein Fünftel der Bevölkerung! Beim Qualmen entstehen rund 5300 unterschiedliche Substanzen. Etwa 250 davon gelten als giftig und 90 als krebserregend oder möglicherweise krebserregend. Wer will die schon im Körper haben? Denn sie führen langfristig zu mitunter schweren Krankheiten. Bis zu 50 Prozent der Rauchenden sterben an tabakbedingten Krankheiten!

Vorteile ab der ersten Minute
Wer den letzten Glimmstängel ausdämpft, tut seinem Körper bereits ab der ersten Minute Gutes. Er leistet nämlich Unglaubliches und beginnt bereits in den ersten Augenblicken mit der Heilung. „Ein Rauchstopp in jedem Alter bringt deutliche gesundheitliche Vorteile“, so Allgemeinmediziner und Vorsorge-Experte Dr. Christian Maté. „Natürlich ist das grundsätzlich abhängig von der Dauer und Intensität der früheren Rauchgewohnheiten.“

Wer sich dazu entschließt, zum Nichtraucher zu werden, kann mit einer erhöhten Lebenserwartung sowie einem geringeren Risiko für koronare Herzkrankheit, Krebs und Lungenerkrankungen rechnen. Selbst bei bereits bestehenden rauchbedingten Erkrankungen wie COPD nutzt der Ausstieg. Auch wenn Sie über 60 oder gar über 80 Jahre alt sind, und den Glimmstängel endgültig ausdämpfen, wirkt sich das positiv auf Ihre Lebenserwartung aus!

So atmet der Körper auf
Bereits nach 20 Minuten verbessert sich die Durchblutung. Herzfrequenz und Blutdruck gehen auf normale Werte zurück. Auch wenn das viele glauben, und in stressigen Situationen qualmen: Zigarettenrauch stellt keine Entspannung für den Körper dar, sondern puren Druck.

Nach acht bis zwölf Stunden sinkt der Kohlenmonoxidgehalt im Blut auf den Normalwert. Im gleichen Zuge normalisiert sich der Sauerstoffgehalt im Blut, der Sauerstofftransport wird effizienter, das Herz kann sich beruhigen. Endlich erhalten die gestressten Organe wieder ausreichend Sauerstoff!

Zitat Icon

Rauchen verursacht zehn Prozent aller kardiovaskulären Todesfälle weltweit. 

Dr. Christian Maté, Allgemeinmediziner in Wien

Bereits nach 24 Stunden ohne gefährlichen Qualm geht das Risiko schrittweise zurück, einen Herzinfarkt zu erleiden! Auch die relativ rasche Reduktion des Risikos für plötzlichen Herztod und Schlaganfall ist positiv.

Unglaublich, aber nach zwei Tagen bessert sich das Empfinden deutlich! Nach 48 Stunden berichten ehemalige Raucher davon, wieder mehr zu schmecken. Kein Wunder, denn es kehren der beeinträchtigte Geschmacks- und Geruchssinn immer weiter zurück, da sich die Nervenzellen immer weiter regenerieren. Riechen Sie an einer Blume, kauen Sie Ihre Lieblingsspeise bewusst. Die Sinneseindrücke werden intensiver.

Wer zwei bis zwölf Wochen ohne Rauch verbringt, berichtet von einem stabileren Kreislauf und verbesserter Lungenfunktion. Das Atmungsorgan reinigt sich. Hustenanfälle und Atemnot nehmen ab, Bewegung ist ohne zu „keuchen“ möglich. Also, keine Ausreden mehr!

Nach einem halben Jahr können die Flimmerhärchen in den Atemwegen ihre Arbeit normal verrichten. Das Risiko für Infekte sinkt, Bronchitis-Symptome verschwinden.

Hilfe, Entzugserscheinungen!

Miese Stimmung, Kopfweh, schlechter Schlaf oder Dauerhunger. Wer zu rauchen aufhört, muss neben dem Verlangen nach Zigaretten mitunter auch diese Symptome ertragen. Der Körper hat sich an das Nikotin gewöhnt und verlangt danach – bekommt es aber nicht. Entzugserscheinungen signalisieren, dass im Körper ein Prozess beginnt. Er fängt an, sich selbst zu reinigen. Endlich hat er dazu die Chance, da er sich nicht mehr mit den Giftstoffen der Zigarette „herumschlagen“ muss.

Nach einem Jahr verringert sich die Gefahr für einen Sauerstoffmangel des Herzmuskels (Koronarinsuffizienz) auf die Hälfte des Risikos von rauchenden Menschen. Das Herz erholt sich.

Fünf Jahre rauchfrei zu sein, bedeutet, dass das Schlaganfallrisiko dem eines gleichaltrigen Nichtrauchers entspricht. Nach 15 Jahren ist das Herzkrankheitsrisiko so niedrig wie bei Menschen, die nie geraucht haben.

Krebsrisiken sinken schrittweise
Rauchen stellt das Hauptrisiko für viele Krebsarten dar. Wer nicht mehr raucht, kann sich jedoch freuen: Die Krebsrisiken (Mund, Rachen, Speiseröhre) sinken schrittweise. Nach zehn bis 15 Jahren halbiert sich das Lungenkrebsrisiko im Vergleich zu weiter Rauchenden. Weitere Krebsarten (Blase, Niere, Bauchspeicheldrüse) treten seltener auf.

Jeder Tag ohne Zigarette ist ein Gewinn für die Gesundheit. Die Regeneration beginnt sofort und setzt sich über Jahre fort – je früher man aufhört, desto größer der Nutzen. Am besten ist dieser bei einem Rauchstopp vor dem 40. Geburtstag!

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