Kritik zu „The Bride“

Fesselnder Gothic-Klassiker mit Jessey Buckley

Unterhaltung
04.03.2026 20:00

Frankensteins Monster (Christian Bale) fühlt sich einsam und sucht die Hilfe der rätselhaften Dr. Euphronius (Annette Bening). Gemeinsam machen sich die beiden also an ein düsteres Werk – sie wählen eine Frau als Opfer aus und bringen ihren Leichnam (Jessie Buckley) mit wissenschaftlicher Raffinesse zurück ins Leben. Lesen Sie jetzt unsere Kino-Kritik zu dem visuell-fesselnden Gothic-Klassiker „The Bride – Es lebe die Braut!“. 

Monster sucht Frau! Zur Not auch eine nicht mehr unter den Lebenden weilende. Dabei sind Frankensteins (Christian Bale) Gelüste keineswegs nekrophiler Natur. Er will ein Weib, das er spüren kann. Mit Hilfe der für ihre abartigen Versuche bekannten Wissenschafterin Dr. Euphronious (Annette Bening) wird alsbald eine schöne Leich’ erweckt. Die unglückselige Ida („Hamnet“-Star Jessie Buckley) war einem Mord zum Opfer gefallen und ist, kaum dass sie die Augen aufschlägt, in Sachen viriler Attraktivität auch nicht groß wählerisch. Schon bald machen Frankenstein und seine „Braut“ in bester „Bonnie & Clyde“-Manier das Chicago der 1930er Jahre unsicher.

Die Oscarnominierte Jessie Buckley in ihrer Rolle als wiedererweckte Gefährtin.
Die Oscarnominierte Jessie Buckley in ihrer Rolle als wiedererweckte Gefährtin.(Bild: Constantinfilm)
Sie ist die Braut, die sich traut: Jessie Buckley. Ein wilder Regie-Ritt von M. Gyllenhaal.
Sie ist die Braut, die sich traut: Jessie Buckley. Ein wilder Regie-Ritt von M. Gyllenhaal.(Bild: Constantinfilm)

Es ist dies eine monströse, ekstatische Amour fou, die Regisseurin Maggie Gyllenhaal hier in Szene setzt, und sie lässt dabei ganz bewusst die Düsternis von Mary Shelleys Gothic-Klassiker „Frankenstein“ hinter sich und setzt bei dieser ungewöhnlichen Romanze auf eine originelle Neuinterpretation, die gar mit Tanzeinlagen aufwartet.

Der gewagte Mix aus Fiction, der rohen Intensität einer punkig-kriminellen Liebesverbindung und den wilden Eskapaden der unkontrollierbaren, von den Toten auferstandenen Mrs. Frankenstein, deren filmische Vita bislang sträflich vernachlässigt wurde, fesselt sowohl visuell in seiner furiosen Ästhetik wie auch in seiner Abgründigkeit. In weiteren Rollen überzeugen u. a. Peter Skarsgaad oder Penelope Cruz.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt