Sensenmann auf Plakat

Makabre Industrie-Kampagne gegen Erbschaftssteuer

Innenpolitik
04.03.2026 19:35

Mit einer deftigen Kampagne macht die Industriellenvereinigung nun gegen die Erbschaftssteuer mobil. „Ungeheuer, diese Todessteuer. Weg damit!“ heißt es etwa auf einem Sujet mit einem Sensenmann. Die Erbschaftssteuer sei eine „Todessteuer“, weil sie „genau in jenem Moment greift, in dem Familien einen Verlust verarbeiten“, erklärt die IV und fordert ein Ende des „Steuerwahns“.

Die Steuer- und Abgabenquote ist die dritthöchste Europas, die Staatsquote bei über 50 Prozent. Doch es reiche für den Staat immer noch nicht. Dabei sei das im Erbfall weitergegebene Vermögen kein „unbesteuerter Zufall“. „Es wurde bereits durch Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer, Kapitalertragssteuer, Grunderwerbssteuer sowie laufende Substanz- und Grundabgaben belastet“, listet die IV auf.

„Wenn beim Ableben erneut besteuert wird, greift der Staat ein weiteres Mal auf bereits versteuerte Wertschöpfung zu und bestraft damit Sparsamkeit und Leistung. Vererben ist Ausdruck privater Solidarität und kein gesellschaftliches Unrecht“, so die Interessenvertretung.

Die Industrie würde die Erbschaftssteuer am liebsten zu Grabe tragen.
Die Industrie würde die Erbschaftssteuer am liebsten zu Grabe tragen.(Bild: Industriellenvereinigung)

„Eine sogenannte Reichensteuer klingt populär. In der Realität ist es aber eine Todessteuer und trifft vor allem Familienbetriebe, Eigentum und die nächste Generation. Sie belastet genau jene, die Verantwortung übernehmen und Werte weiterführen“, sagt IV-Präsident Georg Knill im Gespräch mit der „Krone“.

„Die Todessteuer bedeutet, dass der Staat auf bereits mehrfach versteuerte Substanz noch einmal zugreift. Das ist keine Gerechtigkeit, sondern eine zusätzliche Belastung für Eigentum und Leistung.“

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