Terror am Schulweg

Kinder attackiert: Schulbehörde wird aktiv

Österreich
27.03.2014 08:17
Der Aufschrei eines Vaters in Tirol, dessen Sohn (13) - wie berichtet - auf dem Heimweg von der Schule von einer Jugendgruppe verfolgt und niedergeschlagen wurde, bleibt nicht ohne Folgen. Andere Eltern berichten von ähnlichen Vorfällen. Im Landesschulrat sagt man Unterstützung zu, betont aber, dass am Schultor der Einfluss der Schule ende.

"Meiner Tochter ist es im Vorjahr ähnlich gegangen. Sie wurde ebenfalls von Gleichaltrigen attackiert und verletzt", berichtet eine Mutter gegenüber der "Krone". Als sie vom Angriff auf den 13-jährigen Marcel im Innsbrucker Stadtteil Neu-Arzl hörte, war die Erinnerung an den Vorfall wieder gegenwärtig. 

"Eine Bande, die Angst und Schrecken verbreitet"
Wie berichtet, wurde Marcel auf dem Weg zum Bus von einem Gleichaltrigen niedergeschlagen. "Der Angreifer war mit anderen Kindern und Jugendlichen unterwegs. Eine Bande, die Angst und Schrecken verbreitet", fordert Marcels Vater Günter Pellin Maßnahmen von der Stadt, die dem aufkeimenden Problem Einhalt gebieten.

Rasch reagiert hat die Schulbehörde. Am Dienstag fand im Landesschulrat ein Gespräch zwischen Marcels Eltern, Vertretern der Schule, der Schulaufsicht und Schulpsychologen statt. Der Vorfall habe in der Schule von Marcel große Betroffenheit ausgelöst, so Beate Palfrader, Präsidentin des Landesschulrates. "Vonseiten der Schule wird alles getan, um den Fall aufzuarbeiten und dem Opfer die nötige Unterstützung zu gewähren", betont die Landesrätin. 

Angriffe am Schulweg nicht im Einflussbereich der Schule
Sie gibt aber auch zu bedenken, dass solche Angriffe am Schulweg außerhalb des Einflussbereiches der Schule liegen. Palfrader spricht von einer "gesellschaftlichen Entwicklung, die leider auch vor Tirol nicht Halt macht".

Für die Freiheitlichen ist der Vorfall nur ein Beweis mehr dafür, dass Innsbruck ein Sicherheitsproblem habe. Einmal mehr fordern FP-Landesparteiobmann Markus Abwerzger und Klubobmann Rudi Federspiel einen Sicherheitsgipfel. 

Günter Pellin ist froh, dass die Schulbehörde den Vorfall ernst nimmt. Seit Mittwoch besucht Marcel auch wieder den Unterricht. Seine Eltern holen ihn derzeit aber lieber nach der Schule ab. 

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