Di, 13. November 2018

Hilfspaket geschnürt

25.03.2014 13:37

Waldbrand in Tirol: Verursacher droht Gefängnis

Das Waldbrand-Inferno im Tiroler Absam hat eine Spur der Verwüstung über den Hochmahdkopf gezogen: 50.000 Hektar Fläche, darunter riesige Schutzwälder und Bergwiesen, wurden ein Raub der Flammen. Neben der Schreckensbilanz gilt es nun auch die "Schuldfrage" genau zu klären. Am Dienstag wurde zudem vom Land ein Hilfspaket in Höhe von rund drei Millionen Euro beschlossen.

Eine weggeworfene Zigarette hatte - wie berichtet - den Waldbrand ausgelöst. Tausend Helfer von Feuerwehr, Bundesheer und Bergretter standen drei Tage im Einsatz. Acht Hubschrauber flogen Löschwasser herbei. "Insgesamt wurden 2.000 Flugbewegungen verzeichnet", so Militärkommandant Herbert Bauer. Auch wenn das Gipfelkreuz auf wundersame Weise von den Flammen verschont wurde, bleibt dem Verursacher des Infernos eine Gerichtsverhandlung nicht erspart. Der junge Mann wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Bis zu einem Jahr Gefängnis drohen
"Fahrlässige Herbeiführung einer Feuersbrunst nennt sich der Tatbestand. Der Strafrahmen beträgt bis zu einem Jahr Gefängnis", so Polizeikommandant Niederwieser zur "Krone". Zudem drohen Schadenersatzforderungen von mehr als einer Million Euro.

Doch Bürger und Einsatzkräfte bitten um Milde für den 18-Jährigen. Ohne seine Ehrlichkeit, sprich den sofortigen Anruf bei der Feuerwehr, hätte das Unglück einen weit schlimmeren Schaden angerichtet. Sogar Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) sprach sich klar gegen mögliche Schadenersatzforderungen an den 18-Jährigen aus.

Land schnürt Hilfspaket
Die Tiroler Landesregierung beschloss in ihrer Sitzung am Dienstag ein Hilfs- und Maßnahmenpaket. Ersten Schätzungen zufolge gehe man von Gesamtkosten in Höhe von rund drei Millionen Euro aus, erklärte der Landes-Chef.

Tirol werde die Finanzmittel gemeinsam mit dem Bund bereitstellen, die Finanzierungsverhandlungen würden demnächst geführt, sagte Platter. Aufgrund der durch den Brand verursachten Entwaldung und der Zerstörung von Schutzbauten würden Erosion, Rutschungen und Lawinen drohen. Das Land sprach vom "bisher größten Waldbrand Tirols". Schutzwald und Lawinenschutzbauten sollen im Rahmen eines auf 15 Jahre angelegten Drei-Stufen-Planes so rasch wie möglich wieder hergestellt werden.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Vor 1 Jahr verunglückt
Ski-Welt gedenkt des Todesdramas um David Poisson!
Wintersport
Hinteregger & Lazaro
DIESE Power-Kicker sind „Dauerläufer“ ihrer Klubs!
Fußball International
Schicksalsschlag
Zwei Mädchen verloren ihre geliebte Mama (39)
Oberösterreich
Die Bundesliga-Analyse
Konsel: „Länderspiel-Pause ist Segen für Rapid!“
Fußball National
„Es tut mir sehr leid“
Türke schoss viermal auf Landsmann: 14 Jahre Haft
Salzburg
Co-Trainer übernimmt
Paukenschlag! Ried-Coach Weissenböck tritt zurück
Fußball National
Nach vier Siegen
„Notnagel“ Santiago Solari bleibt Real-Trainer
Fußball International
Fest in der Staatsoper
100 Jahre Republik: „Zeichen stehen auf Sturm“
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.