Massiver Eisverlust

Grönlands Gletscher schmelzen stärker als gedacht

Wissenschaft
17.03.2014 09:14
Auch die bis dato als stabil geltenden Grönland-Gletscher verlieren einer neuen Studie zufolge riesige Eismassen. Jedes Jahr schwindet der nordöstliche Eisstrom um zehn Milliarden Tonnen Eis, berichtet ein internationales Team um Shfaqat Abbas Khan von der Technischen Universität Dänemark in Kopenhagen.

Eigentlich galt der von den Forschern untersuchte Teil des grönländischen Eisschilds als stabil. Der künftige Anstieg des Meeresspiegels sei daher gravierend unterschätzt worden, berichten sie im Fachjournal "Nature Climate Change".

Eisstrom war bis 2003 stabil
Die Wissenschaftler untersuchten den nordöstlichen Eisstrom (NEGIS) in Grönland, der mehr als 600 Kilometer vom Landesinneren bis an die Küste führt. 25 Jahre lang sei der Eisstrom stabil gewesen, schreiben die Autoren - bis zum Jahr 2003. In dem ungewöhnlich warmen Sommer ging das Meereis am Rande der nordöstlichen Gletscher zurück, und das Gletschereis begann zu schmelzen. Gigantische Eisbrocken brachen immer wieder ins Meer; die Gletscher am Rande des Eisstroms kalben.

Auswirkungen auf gesamte Insel befürchtet
Das könnte Auswirkungen auf die gesamte Insel haben, der NEGIS führt bis in das Herz des grönländischen Eisschilds. "Das bedeutet, dass Veränderungen an den Rändern auch die Massenbilanz tief im Zentrum des Eisschilds beeinflussen können", wird Studienautor Shfaqat Abbas Khan zitiert.

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