"Auf ihrer Seite"

Obama sichert Ukraine volle Unterstützung zu

Ausland
12.03.2014 21:56
US-Präsident Barack Obama hat der Übergangsregierung in Kiew im Machtkampf mit Russland demonstrativ seine Unterstützung zugesichert. "Wir werden an der Seite der Ukraine stehen", sagte Obama am Mittwoch nach einem Treffen mit Ministerpräsident Arseni Jazenjuk in Washington. Sollte Russland seinen Kurs in der Krise nicht ändern, werde der Westen gezwungen sein, etwas zu unternehmen.

Die Pläne der prorussischen Regionalregierung auf der Krim für ein Referendum über eine Eingliederung der Halbinsel in die Russische Föderation lehnte Obama nachdrücklich ab. Jazenjuk erklärte, er sei bereit zu Krisengesprächen, fügte aber hinzu, dass sich sein Land "niemals ergeben" werde.

Jazenjuk wurde nach dem Sturz des pro-russischen Präsidenten Viktor Janukowitsch ins Amt gehoben. Er vertritt einen prowestlichen Kurs, den aber viele russischsprachige Ukrainer im Osten des Landes sowie auf der Krim ablehnen.

Am kommenden Wochenende will die Krim-Regierung ein Referendum über die Abspaltung der Halbinsel abhalten. Westliche Regierungen stufen die Volksbefragung als illegal ein. Erst am Mittwoch hatte sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür ausgesprochen, dass ein Assoziierungsabkommen der EU mit der Ukraine bereits nächste Woche unterzeichnet werden könnte (siehe Infobox).

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