„Zu wenige Opfer“

Bedingte Haft nach strafbarem Holocaust-Sager

Oberösterreich
21.11.2025 16:30
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Auch im Whatsapp-Status kann man nicht schreiben, was man will. Das musste am Freitag ein 35-jähriger Grieskirchner am Landesgericht Wels feststellen.

Der Mann war nach dem Verbotsgesetz angeklagt worden, nämlich wegen der Leugnung des nationalsozialistischen Völkermordes und der nationalsozialistischen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Er hatte nämlich am 18. März im Zusammenhang mit Ereignissen im Gazastreifen gemeint, der Holocaust habe zu wenig Opfer gefordert – „Es waren leider nur sechs Millionen ...“ – 150 Empfänger sahen den Status.

Dafür gab es für den bis dato Unbescholtenen am Freitag zwölf Monate bedingt. Sein Handy wurde konfisziert, das Urteil ist bereits rechtskräftig.

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