Sie hörten ein komisches Geräusch, die Wand vibrierte und sie blickten nach oben. Was drei Kletterer in Hallstatt dann sahen, ließ sie erstarren. Zahllose Steine und Blöcken fielen aus der Höhe in ihre Richtung. Wie durch ein Wunder blieben sie aber unversehrt.
Die drei Kletterer befanden sich am Dienstag zum Klettern in einer Klettertour in der Echernwand in Hallstatt. Die Dreier-Seilschaft befand sich gegen 11 Uhr in der 6. Seillänge der Kletterroute, welche mit der Schwierigkeit UIAA VI+ bewertet ist. Laut Angaben der Männer habe die Wand plötzlich angefangen zu vibrieren. Sie blickten dann nach oben und sahen einen riesigen Schwarm aus herunterfallenden Steinen und Blöcken. Die fielen zum Glück aber über die Kletterer hinweg.
Rucksäcke durchlöchert
Nachdem sie unverletzt geblieben waren, entschlossen sich die drei, den Rückzug anzutreten und aus der Route nach unten abzuseilen. Gruselig: Unten hatten die Kletterer ihre Rucksäcke gelagert. Diese wurden durch den Steinschlag durchlöchert. Die Männer verständigten dann die örtlich zuständige Polizeidienststelle Bad Goisern und informierten die Beamten über das Geschehene. Bei einer Erkundung durch die Alpinpolizei konnte festgestellt werden, dass sich am oberen Wandfuß der Echernwand auf einer Seehöhe von etwa 920 Meter über dem Meer ein etwa zwei mal zwei Meter großer Felsblock gelöst hatte und Richtung Tal gestürzt war.
Felsbrocken war zerbrochen
Dabei schlug dieser nach etwa 100 Meter freiem Fall auf einem Felsvorsprung auf. Der Block zerbrach durch den Aufprall in viele einzelne Steine, welche im Anschluss bis zum Talboden etwa 300 Meter tief zu Boden fielen. Und den Männer wurden spätestens dann bewusst, wie viel Glück sie hatten.
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