Trotz einer guten heurigen Ernte stehen die Winzer unter Druck. Denn die Kosten sind hoch, Exportmärkte gefährdet und die junge Generation greift immer seltener zum Weinglas. Weinbau-Präsident Johannes Schmuckenschlager fordert mehr Mittel vom Bund, die Weinwirtschaft spült immerhin über eine Milliarde Euro in die Staatskassen und generiert eine hohe Wertschöpfung.
Österreich ist ein Weinland, an der Wirtschaft hierzulande hängen viele Jobs und 3,8 Milliarden Euro Wertschöpfung. Präsident Johannes Schmuckenschlager sieht es als „das Rückgrat ländlicher Regionen“. Am größten ist die Wertschöpfung in Niederösterreich, ein Jobmotor ist Wein im Burgenland. Jeder 24. Arbeitsplatz entfällt darauf. Österreichweit sind es 68.000 Arbeitsplätze, die auf den Weinbau entfallen.
Weintouristen sind großzügiger
Ein großer Faktor ist auch der Weintourismus, so Wein-Marketing-Chef Chris Yorke. Dieser setzt 431 Millionen Euro um. „Gäste, die wegen des Weins in eine Urlaubsregion fahren, geben um 18 Prozent mehr pro Tag aus als andere Gäste“, so Yorke.
„Und während sonst Konzerne wie Red Bull und die Brauunion dominieren, sind es in der Weinwirtschaft noch viele kleine und mittlere Betriebe“, sagt Schmuckenschlager. Kleine Betriebe nehmen zwar ab, denn es gibt auch Probleme für die Branche. Weltweit nimmt der Konsum ab, vor allem Jüngere trinken insgesamt weniger Alkohol.
Dazu kommen Schwierigkeiten im Export, wie auch Yorke bestätigt. „Die Zölle betreffen hier auch Österreich“, so der Weinmarketing-Chef.
Wiedereinführung des Finanzierungsbeitrags gefordert
Schmuckenschlager fordert einen Beitrag des Bundes für den Verband „Österreich Wein Marketing“ (ÖWM), der derzeit aus der Branche und von Gemeinden und Ländern finanziert wird. Bis zu seiner Abschaffung 2013 betrug der Betrag ungefähr 800.000 Euro. „Es wäre kein riesiger Beitrag, würde aber viel helfen“, so der Weinbau-Präsident.
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