Seit Dezember
Indien: Tiger tötete bereits neun Menschen
Ausland
07.02.2014 11:50
Ein menschenfressender Tiger hat in Indien ein neuntes Opfer getötet. Teile der angefressenen Leiche eines jungen Bauern seien im Dschungel des Jim-Corbett-Nationalparks im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh gefunden worden, sagte ein Behördensprecher am Freitag. Der junge Mann sei am Donnerstag in den Dschungel gegangen, um nach seinem Vieh zu sehen, und wurde seither vermisst.
Den jüngsten Fall miteingerechnet, sollen seit Ende Dezember bereits neun Tote auf das Konto des Tigers gehen. Die Behörden haben mittlerweile sechs Jäger beauftragt, das Tier - ein etwa drei Jahre altes Weibchen - zu fangen oder zu erlegen. Nach Angaben von Naturschützern müssen Tiger getötet werden, sobald sie einmal Menschenfleisch gefressen haben.
In Indien leben insgesamt noch etwa 1.700 Tiger - zum Zeitpunkt seiner Unabhängigkeit 1947 waren es rund 40.000. Wilderei, internationale Schmugglernetzwerke sowie die zunehmende Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums führten zu einem dramatischen Rückgang der Wildkatzen-Population.

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