Dornauers Chancen. Wieder einmal in aller Munde zu sein – das ist, alle Achtung, dem Tiroler Ex-SPÖ-Chef Georg Dornauer zweifelsfrei neuerlich gelungen. Böse Zungen behaupten ja, dass es ihm in allererster Linie genau darum ginge: im Mittelpunkt zu stehen. Nachdem er zunächst als Landesparteiobmann und Landeshauptmann-Stellvertreter abdanken hatte müssen, wurde er ja bekanntlich in der vergangenen Woche auch aus der Partei ausgeschlossen. Doch das könnte für die Tiroler SPÖ unangenehme Folgen haben, überlegt der hyperaktive Ex-Parteichef doch, seinen Rauswurf beim Partei-Schiedsgericht zu beeinspruchen. Möglicherweise erfolgreich: Eine erste Rechtsexpertise, die der „Krone“ vorliegt, sieht den Rauswurf eher als Foul und weniger als gerechtfertigt – es fehle schlicht die Begründung. Er hat also Chancen: Das letzte Wort scheint rund um Dornauer längst noch nicht gesprochen.
Roter als Blauer? In der Sonntags-„Krone“ hat der Verstoßene ja selbst gesprochen, aber auch über ihn wird viel gesprochen und geschrieben. Andreas Mölzer fragt sich heute in der „Krone“, was „aus der altehrwürdigen österreichischen Sozialdemokratie“, die zweimal an der Wiege der Republik stand und gemeinsam mit der Volkspartei „in Form der alten großen Koalition den Stützpfeiler der Zweiten Republik bildete“, denn geworden sei. In den Umfragen dümple die SPÖ heute „trotz Regierungsbeteiligung bei 20 Prozent herum, zerrissen durch interne Querelen und den Verlust prominenter Exponenten wie zuletzt des Tirolers Georg Dornauer“, schreibt Mölzer. Der meint, dass die Krise der heimischen SPÖ „schon von besonderer Qualität“ sei. Interessant, was das blaue Urgestein Mölzer andeutet: „Die traditionelle Wählerschaft der Sozialdemokratie, die einstige Arbeiterklasse, ist ohnedies bereits weitgehend zu den Freiheitlichen abgewandert. Folgen nun auch noch die Spitzenfunktionäre?“ Dornauer bei der FPÖ, ein Roter als Blauer? Das würde alles schlagen!
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