Kurz vor Olympia

Moskau enthüllt Identität der Wolgograd-Attentäter

Ausland
30.01.2014 20:24
Eine Woche vor den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi haben die Behörden die Identität der beiden mutmaßlichen Attentäter von Wolgograd enthüllt: Die Selbstmordanschläge Ende 2013, bei denen in der südrussischen Stadt 34 Menschen getötet wurden, seien von Asker Samedow und Suleiman Magomedow, zwei Mitgliedern einer islamistischen Gruppierung aus Bujnaksk im Nordkaukasus verübt worden.

Dies teilte das Nationale Anti-Terror-Komitee am Donnerstag in Moskau mit. Die Identifizierung sei schon kurz nach den Anschlägen Ende Dezember gelungen, wegen laufender Ermittlungen aber nicht öffentlich gemacht worden. Inzwischen seien in Dagestan zwei Brüder festgenommen worden, die den beiden Selbstmordattentätern dabei geholfen hätten, nach Wolgograd zu kommen, erklärte das Komitee weiter. Die Namen der Festgenommenen wurden mit Magomednabi und Tagir Batirow angegeben.

Anschlagsdrohungen kursieren im Internet
Kurz nach den Anschlägen waren im Internet neue Anschlagsdrohungen aufgetaucht. In einem Jihadistenforum war Anfang Jänner ein Video abrufbar, auf dem die mutmaßlichen Attentäter von Wolgograd mit Anschlägen auf die Olympischen Spiele in Sotschi im Februar drohen. In dem 49-minütigen Video wird dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mit "Rache für das vergossene Blut von Muslimen" gedroht.

In dem Video auf der Webseite VDagestan.com waren zwei Männer zu sehen, die als die Attentäter von Wolgograd vorgestellt wurden. Ihre Namen wurden auf der Webseite mit Suleiman und Abdurachman angegeben.

Olympische Spiele starten am 7. Februar
Die Olympischen Spiele finden vom 7. bis zum 23. Februar statt, anschließend werden in Sotschi vom 7. bis zum 16. März die Paralympics abgehalten. Für die Gesamtdauer der Spiele wurden verschärfte Sicherheitsmaßnahmen in Kraft gesetzt. Insgesamt sollen rund 37.000 Polizisten und Soldaten das Sportereignis absichern.

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