Neue Sorte gewidmet

Erdapfel mit Öko-Herz: Eine Knolle namens Benjamin

Niederösterreich
15.09.2025 11:00

Eine berührende Idee: Nach zehn Jahren Entwicklungsarbeit kann heuer erstmals eine Knolle ausgegraben werden. Sie wurde nach dem Billa-Mitarbeiter und „Erfinder“ der wundersamen Sorte Benjamin getauft.

Es ist eine kleine Kartoffel mit großer Geschichte: „Benjamin“ heißt die neue Erdäpfelsorte, die ab sofort in allen Billa und Billa Plus Filialen in den Regalen liegt. Der Name kommt nicht von ungefähr: Benjamin Einfalt, Billa-Einkäufer, betreut seit Jahren mit Leidenschaft die Warengruppe Erdäpfel – nun wurde ihm eine eigene Sorte gewidmet.

Komplett aus Österreich ...
„Das ist ein Traum, der für uns alle wahr geworden ist“, frohlockt Einfalt. „Nach unzähligen Tests, Feldversuchen und Gesprächen können wir den Kunden jetzt eine Sorte präsentieren, die komplett aus Österreich kommt – vom Saatgut bis zur Ernte.“

Zwei aus 60.000
Aus mehr als 60.000 Sämlingen waren am Ende nur zwei übrig geblieben. Einer davon: eben „Benjamin“. Und dieser Erdapfel hat es in sich – vorwiegend festkochend, nussig im Geschmack und eignet sich perfekt für Aufläufe, Pommes, Puffer, Salate oder ganz klassisch als Petersilerdapfel.

Doch ohne die Bauern wäre das Projekt nicht möglich gewesen. In Niederösterreich und im Burgenland bauen fünf Produzenten die neue Sorte an. Die Weinviertler Landwirte Thomas Mattes aus Grund, die Familie Bauer aus Viendorf, Franz Wanzenböck in Zissersdorf. Mit im Ackerboot die tüchtige Marchfelder Ökopionierin Monika Votzi, die in Breitstetten auf die „Benjamin“-Knolle setzt sowie Gerhard Pflamitzer aus Nickelsdorf.

Fingerspitzengefühl, Geduld und Mut
„Es braucht Fingerspitzengefühl, Geduld und vor allem Mut, eine neue Sorte anzubauen“, weiß Johann Regner, der Bereichsleiter von Obst und Gemüse bei Rewe. „Dass es gelungen ist, liegt an der engen Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Züchtung über die Landwirte bis in die Regale.“

Ein Stück Heimat
Für den Konsumenten bedeutet das: Erdäpfel, die nicht nur schmecken, sondern auch den Herausforderungen des Klimawandels trotzen. Denn „Benjamin“ ist robust, lagerfähig und ein Musterbeispiel für Regionalität.

Benjamin Einfalt selbst zeigt sich sichtlich bewegt: „Wenn Kunden diese Erdäpfel jetzt nach Hause tragen, tragen sie auch ein Stück rotweißrote Landwirtschaft und blaugelber Heimat mit sich.“

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