Wallfahrtskirche

Die heilenden Wunder des Glaubens in Maria Langegg

Niederösterreich
10.08.2025 07:00

In der Wallfahrtskirche Maria Langegg im Dunkelsteinerwald klingen Hoffnung und Heilung der Seele seit Ewigkeiten leise weiter. 

„Dank und Bitte!“ – so beginnen hier fast alle Geschichten und so auch Peter Granser, ehrenamtlicher Führungsverantwortlicher beim Besucher-Rundgang des innigen Gebets und Staunens. Es sind leise, unscheinbare Worte. Und doch tragen sie das ganze Gewicht dessen, was Maria Langegg im Bezirk Krems seit Jahrhunderten ausmacht: Verzweifelte Menschen, die mit einer Last kommen – und mit etwas Leichterem im Herzen gehen.

Das Wallfahrtsmuseum, einst Schatzkammer genannt und gleichsam heiliges Herz des Gotteshauses, war zwischen 1764 und 1773 gemeinsam mit der Kirche errichtet worden. Nach Jahren des Schweigens sind nun wieder seine Türen geöffnet. Es ist, als würde ein stilles, geduldiges Herz wieder zu schlagen beginnen. Gleich zu Anfang zieht das Gnadenbild den Blick an – Maria „Heil der Kranken“. Über der Hauptkuppel hat der Barockmaler Josef Adam Mölk dieses Thema in Fresken eingefangen: Licht, das in weichen Bahnen über das Rund fließt, Gesten voller Trost und Schutz.

Ort des Staunens und des Glaubens an das in unserem Leben wundersame Wirken Mariens. Für die ...
Ort des Staunens und des Glaubens an das in unserem Leben wundersame Wirken Mariens. Für die Kinder schlägt Granser ein Buch auf.(Bild: Imre Antal)
(Bild: Imre Antal)
(Bild: Imre Antal)
(Bild: Imre Antal)
Sinnbildlich für die Wallfahrtskirche in Maria Langegg – die Marienstatue.
Sinnbildlich für die Wallfahrtskirche in Maria Langegg – die Marienstatue.(Bild: Imre Antal)

In den Vitrinen liegen die stummen Zeugen der Dankbarkeit: Krücken, Rollstühle oder kleine Silberherzen – Votivgaben, die von Genesung erzählen. Manche sind schlicht, andere kunstvoll gearbeitet, doch jede trägt ein Schicksal in sich, das keine Jahreszahlen braucht, um tief im Inneren zu berühren. Einige Schritte weiter öffnet sich die Bibliothek. Zwischen den Regalen liegt der Duft von Holz, Staub und Zeit. Granser schlägt behutsam ein altes Buch auf – oder besser gesagt: Er löst eine Klammer, welche die Seiten zusammenhält. Einst war das nötig, um die uralten Schriften vor Feuchtigkeit, Ruß und Insekten zu schützen.

Zitat Icon

Derzeit finden viele Wallfahrten statt. Jeder Pilger ist in unserem Gotteshaus im Herzen des Dunkelsteinwaldes herzlich willkommen.“

Führungsleiter Peter Granser

Heute ist es ein kleines Ritual, das einen Hauch vergangener Jahrhunderte in die Gegenwart holt. Und dann, am Rande, steht ein Billardtisch – seltsam deplatziert auf den ersten Blick. Doch darauf ausgebreitet: Pläne und Verträge des Kirchenbaus. Fast so, als wollten sie sagen: Auch das Wunder braucht Organisation. Granser: „Langegg ist ein Ort für langsames Staunen, für stille Zwiesprache. Ein Ort, an dem Glaube, Kunst und Geschichte sich die Hand geben – und der, so scheint es, noch viele ,Dank und Bitte’-Geschichten schreiben wird.“

Infos zu Führungen unter der Telefonnummer 0664/9515300

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