GUTEN MORGEN

Ärzteschwund | Weniger Bürokratie

Ärzteschwund. Ein Drittel der heimischen Ärzte geht in den nächsten Jahren in Pension, während andererseits ein Drittel der Med-Uni-Absolventen unser Land verlässt, um anderswo Patienten zu versorgen: Das sind keine rosigen Aussichten für die alternde und somit auch versorgungsintensiver werdende Bevölkerung in Österreich. Ob dieser erschreckenden Zahlen schlägt die Ärztekammer einmal mehr Alarm und betont dabei, es gebe keinen Ärztemangel an sich, „sondern einen deutlichen Mangel im öffentlichen System, sei es im Kassenbereich oder in den Krankenhäusern“. Von den 12.000 Allgemeinmedizinern, von denen mehr als 5000 eine eigene Ordination betreiben, haben 2000 keinen Kassenvertrag. Auch von den mehr als 8000 Fachärzten, die ausschließlich in ihrer Ordination praktizieren, besitzen knapp 5000 keinen Vertrag mit der ÖGK. Ja, da läuft einiges aus dem Ruder.

Weniger Bürokratie. Die künftig einerseits durch die Pensionierungswelle bei Ärzten und andererseits durch die Abwanderung der Jungärzte entstehende Lücke ließe sich durch mehr Studienplätze nicht effektiv schließen, meinen die Ärztevertreter, vielmehr müsse man mit zielgerichteten Maßnahmen Absolventen dazu zu motivieren, im Land zu bleiben. Dazu gehören, wie wir heute in der „Krone“ berichten, neue Arbeitszeitmodelle und die Verkürzung der Wartedauer Ausbildungsplätze. Dringend fordern die Ärztevertreter auch einen spürbaren Bürokratieabbau. Aber da sind sie längst nicht alleine. Die Dreier-Koalition hat versprochen, das zu erledigen. Wir werden ja sehen…

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

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