11.12.2013 15:36 |

Mandela-Trauerfeier

Obamas Gebärden-Dolmetsch war offenbar Hochstapler

Jener Mann, der am Dienstag bei der Trauerfeier für den südafrikanischen Nationalhelden Nelson Mandela die Reden der hochrangigen Gäste in Gebärdensprache übersetzen sollte, ist offenbar ein Hochstapler. "Da war kein Zeichen. Nichts. Er hat buchstäblich mit den Armen gewedelt", sagte die Direktorin der südafrikanischen Organisation für Gebärdensprache, Cara Loening, am Mittwoch. Der Mann, der im WM-Stadion von Soweto u.a. die vielumjubelte Rede von US-Präsident Barack Obama für Gehörlose übersetzen sollte, sei ein Betrüger.
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"Die Gehörlosen-Gemeinde in Südafrika ist völlig empört. Niemand weiß, wer der Mann ist", so Loening weiter. Nirgendwo finde sich ein Name - und die Organisation, die die Übersetzer akkreditiert habe, kenne ihn nicht. Loening sagte, sie erhalte E-Mails aus aller Welt, in denen die Menschen ihre Verwunderung ausdrückten, "was zum Teufel dieser Mann dort tat".

"Was er mit den Händen veranstaltete, hat keine Bedeutung"
Auch ein Sprecher des südafrikanischen Gehörlosenverbandes sagte, der Mann habe "in der Luft gestikuliert", aber niemand habe ihn verstanden. "Was er auf der Bühne mit seinen Händen veranstaltete, hat keine Bedeutung", sagte Verbandschef Bruno Druchen. Derzeit wird nach dem Mann gefahndet.

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