Vorsitz fix

Richterin rollt Strasser-Prozess neu auf

Österreich
04.12.2013 16:21
Während Ex-ÖVP-Innenminister Ernst Strasser vorerst weiter im Ungewissen bleibt, ob er wegen der "Lobbyistenaffäre" ins Gefängnis muss - der Oberste Gerichtshof hatte das Ersturteil überraschend aufgehoben und an den Start zurückgeschickt -, ist seit Mittwoch zumindest eines fix: Den Vorsitz der Neuauflage in dem Korruptionsprozess am Wiener Straflandesgericht wird Helene Gnida übernehmen.

Einen neuen Termin für den neuen Strasser-Prozess gibt es noch nicht, wie der Präsident des Wiener Landesgerichts für Strafsachen, Friedrich Forsthuber, am Mittwoch gegenüber der "Krone" erklärte. Gnida müsse sich nun erst einmal einlesen. Dann werde die Richterin entscheiden, ob das gesamte Beweisverfahren gegen den ehemaligen Innenminister oder nur Teile davon neu aufgerollt werden.

Über Gnida ist über die allgemeine Prozessberichterstattung hinaus bislang wenig bekannt. Die Richterin sei bekannt dafür, straff und streng zu verhandeln, berichtete die Tageszeitung "Der Standard" auf ihrer Website. "Ähnlich wie Georg Olschak, der im vom Obersten Gerichtshof aufgehobenen ersten Prozess die Schöffenverhandlung geleitet hatte, ist ihr auch ein gewisser Hang zum Sarkasmus zu eigen", hieß es dort.

Gnida scheint jedenfalls eher medienscheu zu sein: von der Richterin finden sich keine offiziellen Bilder aus dem Gerichtssaal, auch biografische Angaben sucht man auf der Website der österreichischen Justiz vergeblich. Unterdessen hat der OGH am Mittwoch seinen Entscheid im Fall Strasser auf seiner Website veröffentlicht.

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