Antrag abgelehnt

Grüne: Kühle Ortszentren statt heißer Betonwüsten

Vorarlberg
25.06.2025 16:15
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Ein Landtagsantrag der Ökopartei zur Entsiegelung von Flächen wurde am Mittwoch in der Sitzung des volkswirtschaftlichen Ausschusses abgelehnt. „ÖVP und FPÖ blockieren jegliche Verbesserungen beim Bodenschutz und nehmen dabei in Kauf, dass sich unsere Orte weiter aufheizen“, ärgerten sich die Grünen.   

„Die aktuellen Hitzetage zeigen, wie wichtig es ist, dass wir statt Betonwüsten möglichst viele schattenspendende Bäume und Begrünungen im öffentlichen Raum haben“, betont Bernie Weber, Raumplanungssprecher der Grünen. Umso ärgerlicher ist es für die Grünen, dass die Regierungsfraktionen ÖVP und FPÖ ihre jüngste Initiative in Sachen Entsiegelung von Flächen im Ausschuss abgelehnt haben.

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Wir wollen weniger Betonwüsten und dafür kühle und lebenswerte Ortszentren, in denen sich die Menschen auch in zehn, 20 und 30 Jahren noch wohlfühlen können.

Bernie Weber, Grüne

Konkret hätte der Antrag der Grünen vorgesehen, Parkflächen bei Einkaufszentren klüger zu nutzen und so umzugestalten, dass diese keine Hitzepole mehr sind. Zu diesem Zweck werden Flächen beispielsweise mit Rasengittern versehen, auch Baumbepflanzungen können hilfreich sein.

Über die Ablehnung des Antrags ist Weber alles andere als glücklich: „Damit ignoriert Schwarz-Blau nicht nur, wie knapp und wertvoll Boden in Vorarlberg ist, sondern auch die zunehmende Zahl an Hitzetagen.“ Große Parkplätze würden sich derzeit massiv aufheizen und die Hitze auch speichern. „Wer in Zeiten zunehmender Hitze nichts gegen Betonwüsten unternimmt, gefährdet unsere Gesundheit und Zukunft“, kritisiert Weber.

Auch PV-Förderung verlängern
Als weitere Punkte hätte der Antrag der Grünen eine verpflichtende mehrgeschossige Nutzung bei Handelsbetrieben ab 600 Quadratmeter Verkaufsfläche vorgesehen sowie eine Koppelung von EKZ-Erweiterungen an Entsiegelungsmaßnahmen. Zusätzlich sollte die PV-Förderung, die aus Sicht der Grünen erfolgreich angelaufen ist, für versiegelte Flächen über das Jahr 2025 hinaus verlängert werden. Doch aus alldem wird nun nichts. 

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