Hat Spezialbelag
Obama schützt sich mit Zelt gegen das Abhören
Das abhörsichere Zelt werde demnach in einem Zimmer des Hotels aufgeschlagen, in dem Obama übernachte. Der Präsident begebe sich in das Zelt, wenn er vertrauliche Dokumente lese oder wichtige Gespräche führe. Das Zelt sei mit einem Spezialbelag bestrichen, der gegen unliebsame Blicke durch versteckte Kameras schütze. Außerdem würden Geräusche gegen das Abhören produziert.
Zudem benutze Obama ein abhörsicheres Handy, schrieb die Zeitung mit Blick auf den jüngsten Skandal des US-Geheimdienstes NSA, der unter anderem das Mobiltelefon der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel überwachte. US-Geheimdienstchefs hatten jedoch betont, sie täten nur das, was auch andere Geheimdienste unternähmen.
Auch andere hochrangige Regierungsmitglieder, Top-Diplomaten und hohe Militärs würden laut "New York Times" bei Reisen ein solches abhörsicheres Zelt oder ähnliche Abwehrtechniken in Anspruch nehmen. Zudem würden die Häuser und Wohnungen von Top-Regierungsbeamten von Spezialisten "umgerüstet" und etwa mit einem abhörsicheren Raum versehen.
McCain rät Obama zu Entschuldigung bei Merkel
Indes sorgte das Verhalten von Obama in der Affäre um das überwachte Handy von Merkel auch in den USA für Kritik. "Gemessen daran, wie wütend Angela Merkel war, hätte der Präsident sich entschuldigen müssen", sagte etwa der einflussreiche republikanische Senator John McCain dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".
Demnach trage in einem solchen Fall letztlich immer der Präsident die Verantwortung. "Es ist denkbar, dass er davon nichts wusste. Aber Tatsache ist, er hätte davon wissen müssen", sagte McCain, der Obama im Präsidentschaftswahlkampf 2008 unterlegen war.
Regierungsmitglieder erhalten abhörsichere Handys
Laut dem "Spiegel" werden die deutschen Regierungsmitglieder künftig verstärkt neue, angeblich abhörsichere Handys benutzen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hätte Kanzleramt und Ministerien dazu aufgefordert, möglichst die erst im September zugelassenen Krypto-Handys zu verwenden. Das Innenministerium versicherte nach "Spiegel"-Angaben, die Verschlüsselung der Krypto-Handys sei bisher noch von keinem ausländischen Geheimdienst geknackt worden.












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