Studie zeigt:

"Digitale Klassenzimmer" in Österreich noch selten

Web
08.11.2013 13:17
"Österreichs Lehrer nutzen relativ wenig Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) im Unterricht" - so fasst das European Schoolnet, ein Netzwerk der Bildungsministerien 30 europäischer Länder, in einer aktuellen Studie den Status quo an den heimischen Schulen zusammen. Dabei liegt Österreich bei der Ausstattung im oder über dem Schnitt von 27 untersuchten Ländern. Hindernisse für mehr Nutzung laut den Lehrern: Ein Drittel hat zu wenig Laptops bzw. Whiteboards zur Verfügung, zwölf Prozent beklagen zu wenig Bandbreite beim Internet.

Generell gilt: Je älter die Schüler, umso stärker der IKT-Einsatz im Unterricht. Österreichs Lehrer sind hier allerdings insgesamt zurückhaltender als im Europa-Schnitt. So haben in der Studie jeweils ein Viertel der Schüler der 4. Klassen Volksschule und 8. Schulstufe (4. Klasse Hauptschule/AHS-Unterstufe) angegeben, dass sie im Unterricht nie oder fast nie den Computer nutzen.

In der 3. Klasse berufsbildender mittlerer und höherer Schulen ist es ein Zehntel. Beim Einsatz von Whiteboards - einer Tafel, auf der digitale Inhalte angezeigt, abgespielt und gespeichert werden können - ist Österreich überhaupt in allen Altersgruppen Schlusslicht unter den 27 untersuchten Ländern.

Schlechtere IT-Ausstattung für ärmere Schüler
Bei der Ausstattung mit Computern ist Österreich dagegen ganz gut aufgestellt: Es kommen je nach Altersgruppe zwischen zwei und neun Schüler auf einen Computer, im Europa-Schnitt sind es zwischen drei und sieben.

Allerdings: Je mehr Schüler aus einkommensschwachen Familien an einer Schule sind, umso schlechter die Ausstattung mit PCs. Bei der Versorgung mit Laptops mit Internetverbindung hinkt Österreich ebenfalls nach: Hier ist das Verhältnis mit 1:200 (Volksschule) bis 1:11 (Berufsbildende Schulen) wesentlich schlechter als im Europa-Schnitt.

eLearning-Plattformen häufig genutzt
Bei virtuellen Lernplattformen, auf denen Lerninhalte zur Verfügung gestellt werden und mit dem Lehrer kommuniziert werden kann, steht Österreich im Europa-Vergleich indes recht gut da: Mehr als drei Viertel der Schüler besuchen eine Schule mit dieser Ausstattung (Volksschule: 22 Prozent), die meisten Schüler können auf diese auch von außerhalb der Schule zugreifen.

Für die Wartung der IT-Infrastruktur sind zwar nur bei der Hälfte der Schüler externe Experten zuständig - damit steht Österreich allerdings im EU-Vergleich sogar gut da. Gleichzeitig gehört Österreich aber zu jenen europäischen Ländern, in denen Lehrer sich am seltensten in Informatik aus-, fort- und weiterbilden müssen.

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