Generell gilt: Je älter die Schüler, umso stärker der IKT-Einsatz im Unterricht. Österreichs Lehrer sind hier allerdings insgesamt zurückhaltender als im Europa-Schnitt. So haben in der Studie jeweils ein Viertel der Schüler der 4. Klassen Volksschule und 8. Schulstufe (4. Klasse Hauptschule/AHS-Unterstufe) angegeben, dass sie im Unterricht nie oder fast nie den Computer nutzen.
In der 3. Klasse berufsbildender mittlerer und höherer Schulen ist es ein Zehntel. Beim Einsatz von Whiteboards - einer Tafel, auf der digitale Inhalte angezeigt, abgespielt und gespeichert werden können - ist Österreich überhaupt in allen Altersgruppen Schlusslicht unter den 27 untersuchten Ländern.
Schlechtere IT-Ausstattung für ärmere Schüler
Bei der Ausstattung mit Computern ist Österreich dagegen ganz gut aufgestellt: Es kommen je nach Altersgruppe zwischen zwei und neun Schüler auf einen Computer, im Europa-Schnitt sind es zwischen drei und sieben.
Allerdings: Je mehr Schüler aus einkommensschwachen Familien an einer Schule sind, umso schlechter die Ausstattung mit PCs. Bei der Versorgung mit Laptops mit Internetverbindung hinkt Österreich ebenfalls nach: Hier ist das Verhältnis mit 1:200 (Volksschule) bis 1:11 (Berufsbildende Schulen) wesentlich schlechter als im Europa-Schnitt.
eLearning-Plattformen häufig genutzt
Bei virtuellen Lernplattformen, auf denen Lerninhalte zur Verfügung gestellt werden und mit dem Lehrer kommuniziert werden kann, steht Österreich im Europa-Vergleich indes recht gut da: Mehr als drei Viertel der Schüler besuchen eine Schule mit dieser Ausstattung (Volksschule: 22 Prozent), die meisten Schüler können auf diese auch von außerhalb der Schule zugreifen.
Für die Wartung der IT-Infrastruktur sind zwar nur bei der Hälfte der Schüler externe Experten zuständig - damit steht Österreich allerdings im EU-Vergleich sogar gut da. Gleichzeitig gehört Österreich aber zu jenen europäischen Ländern, in denen Lehrer sich am seltensten in Informatik aus-, fort- und weiterbilden müssen.











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