In wenigen Tagen beginnt das Genehmigungsverfahren für ein umstrittenes Schrottplatz-Projekt in Amstetten. Die Gegner formieren sich.
In rund einer Woche beginnt eine entscheidende Phase für die Einwohner von Greinsfurth im Südwesten von Amstetten. Denn denn beginnt das Genehmigungsverfahren für den Bau eines äußerst umstrittenen Schrottplatzes, der rund 150 Meter von den Häusern entfernt errichtet werden soll. Geplant sind laut aktuellem Stand Lagerhallen, Büros und eine Schrottschere.
Ich lehne das Projekt ab, weil ich Immissionen wie Lärm, Staub oder eine Grundwassergefährdung dadurch befürchte.
Manuel Scherscher, Ortsvorsteher
Nach Bekanntwerden des Termins formierte sich rasch Widerstand bei den Bürgern. Es wurden bereits hunderte Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt. Unterstützt werden die Gegner von der Kommunalpolitik, die das Projekt ebenfalls entschieden ablehnt. Der Gemeinderat hatte sich bereits einstimmig gegen die geplante Anlage ausgesprochen, nachdem der Betreiber 2024 ohne entsprechende Bewilligung erste Erdarbeiten durchgeführt hatte. „Wir prüfen die Einreichunterlagen genau und lassen uns fachlich beraten. Für mich ist da vieles offen – das ist keine g‘mahde Wies’n“, betont Ortsvorsteher und Gemeinderat Manuel Scherscher.
Der Kardinalfehler liege aber in der Vergangenheit, genauer bei einer Widmung des betroffenen Areals als Industriegebiet im Jahr 1983. „Heute würde eine solche Entscheidung nicht mehr durchgehen“, so Scherscher, der die betroffenen Anrainer dazu aufruft, ihre Stimme im Verfahren zu erheben: „Wer Parteistellung haben will, muss spätestens am Tag vor der mündlichen Verhandlung Einwendungen bei der Behörde einbringen – oder direkt während der Verhandlung. Danach ist eine Mitwirkung rechtlich ausgeschlossen.“
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