Trotz fehlender Bewilligung wurde in Amstetten mit dem Bau eines Schrottplatzes begonnen. Nach einer Beschwerde der Stadt schritt sogar das Land ein. Die Proteste bleiben aufrecht.
Dicke Luft herrscht aktuell in Greinsfurth im Südwesten von Amstetten. Denn seitdem dort bekannt wurde, dass ein Schrottplatz in unmittelbarer Nähe zur nächsten Siedlung entstehen soll, laufen deren Bewohner Sturm gegen das Projekt. Auch die Politik hat sich im Gemeinderat mit einer negativen Stellungnahme einstimmig gegen das Vorhaben ausgesprochen. Zu groß sind die Bedenken vor allem aufgrund des Lärms.
Das ist eindeutig der falsche Ort, um den Schrottplatz zu errichten. Sowas gehört nichts ins Siedlungsgebiet!
Manuel Scherscher, Ortsvorsteher
Der Gegenwind änderte aber nichts daran, dass die Firma bei der Behörde um die Errichtung und den Betrieb des Schrottplatzes angesucht hat. Auf eine positive Abwicklung wollte man aber nicht mehr warten: Kürzlich waren bereits die ersten Bagger auf dem Areal unterwegs. „Wir haben sofort das Land informiert, das mit einem Baustopp reagiert hat“, erklärt Ortsvorsteher Manuel Scherscher.
Bodensicherungsarbeiten vor Ort
Das Unternehmen versichert hingegen, dass man lediglich Bodensicherungsarbeiten in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt durchgeführt habe, weil man Funde aus der Römerzeit nicht ausschließen könne. Weitere Arbeiten werde man vorerst nicht durchführen.
Das Land prüft derweil, ob die Voraussetzung nach dem Abfallwirtschaftsgesetz überhaupt gegeben sind. Eventuell ist das Projekt sogar UVP-pflichtig. Das Verfahren befinde sich aber erst am Anfang.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.