15.10.2013 16:18 |

Supercell-Deal

Japaner zahlen eine Milliarde für Handyspiel-Firma

Virtuelle Schlachten und Bauernhöfe sind dem japanischen Telekom-Konzern Softbank über eine Milliarde Euro wert. Softbank kauft die finnische Spiele-Firma Supercell mit Games wie "Clash of Clans" und "Hay Day". Der Multimilliardär Masayoshi Son lässt sich den Anteil von 51 Prozent an Supercell 1,1 Milliarden Euro kosten, wie die Unternehmen am Dienstag mitteilten. Supercell-Mitgründer und Chef Ilkka Paananen betonte in einem Blogeintrag, dass die Firma in Finnland ansässig bleiben solle.

Supercell entwickelt Spiele für Smartphones und Tablet-Computer. Der hohe Preis setzt eine neue Marke für einen solchen Hersteller. Die mobilen Spiele sind meist kostenlos, ihr Geld verdienen die Anbieter über Zusatzkäufe wie virtuelle Güter innerhalb des Spiels.

Supercell war 2010 gestartet und hat jetzt rund 130 Mitarbeiter. Vor allem bekannt ist das Spiel "Clash of Clans", bei dem sich die Teilnehmer für kriegerische Auseinandersetzungen verbünden.

Son habe ihn mit einer Vision für die nächsten 300 Jahre geködert, schrieb Paananen. Softbank ist derzeit auf einem groß angelegten Expansionskurs. Zuletzt fädelte Son die Übernahme des amerikanischen Mobilfunk-Anbieters Sprint für etwa 21,6 Milliarden Dollar (15,9 Milliarden Euro) ein.

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