Das Ausziehen der Schuhe im Haus mag wie ein kultureller Brauch oder eine persönliche Vorliebe erscheinen. Doch immer mehr wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass es eine kluge – und manchmal sogar lebenswichtige – Angewohnheit ist, die uns vor unsichtbaren, aber ernsten Gesundheitsgefahren schützt.
Anlassen oder ausziehen? In Österreich gilt es als Selbstverständlichkeit und Zeichen der guten Erziehung, sich vor dem Betreten des eigenen oder eines fremden Haushalts der Straßenschuhe zu entledigen. Doch wie so oft im Leben gibt es Ausnahmen von der Regel. Etwa, weil man das Geldbörserl vergessen hat und daher schnell noch einmal zurückhuschen muss; weil man für die vollgepackten Sackerl des Wocheneinkaufs nicht jedes Mal wieder in die Schuhe rein- und herausschlüpfen möchte; oder weil man es nach einem langen Spaziergang sehr eilig hat, auf die Toilette zu gelangen.
Stinkige Füße, löchrige bzw. unmodische Socken oder das Kreuz mit dem Kreuz mögen weitere Gründe dafür sein, dass manch eine/r beim (Oster-)Besuch von Freunden oder Familie die Schuhe lieber an behält. Doch es gibt gute, wenn nicht sogar lebenswichtige Gründe, Straßenschuhe nicht in Innenräumen zu tragen.
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