In Bruck an der Glocknerstraße plant ein Holzbetrieb eine Erweiterung neben einer Wohnsiedlung. Ortschefin Barbara Huber (ÖVP) versteht die Sorgen der Anrainer, verweist aber auf das gewidmete Gewerbegebiet.
In Bruck gehen schon seit Monaten die Wogen hoch: „Hermann & Müller“-Holz, ein seit Anfang des 20. Jahrhunderts angestammtes Unternehmen mit Sägewerk und Fachmarkt, plant eine Erweiterung. Angrenzend an eine Wohnsiedlung mit Reihenhäusern soll eine rund 6000 Quadratmeter große Produktionshalle entstehen. Geplant sei ein Zweischichtbetrieb für die Herstellung von Fertigteil-Elementen, wie es heißt. Das Areal ist bereits Gewerbegebiet, wurde bis jetzt aber überwiegend für die Lagerung von Holz genutzt.
Einstimmiger Beschluss
Bei der letzten Gemeindevertretungssitzung segnete nun die Ortspolitik das Projekt einstimmig ab. „Ich verstehe die Sorgen der Anrainer. Aber es werden alle Gesetze eingehalten“, so Bürgermeisterin Barbara Huber (ÖVP) und verweist auf eine wirtschaftlich schwierige Gesamtsituation. Es handle sich um gewidmetes Gewerbegebiet mit einer Bauplatzerklärung. Auch ein Gleisanschluss ist vorhanden.
Das Unternehmen wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Man habe aber auf Wünsche reagiert und Änderungen vorgenommen, heißt es von Seiten der Gemeinde. Nächste Instanz ist die Bezirkshauptmannschaft, wo auch die Anrainer Parteistellung haben.
Bürgermeisterin sieht keine Alternative
Andere Standorte seien für das Projekt nicht realistisch, so die Bürgermeisterin. Auch eine gesamte Umsiedlung des betroffenen Gewerbegebietes könne sich die Gemeinde nicht leisten, so Huber. SaSa
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