Trumps Parade. Donald Trump bringt gerade die Welt durcheinander – und hat dabei stets sein Motto „America first“ im Auge. Mit den von ihm verordneten Strafzöllen möchte er einerseits die Riesenverschuldung der USA abbauen, andererseits die Wirtschaft, vor allem die Industrie, in seinem Land fördern. Ob das gelingt, bezweifeln viele Kenner – es könnte auch das Gegenteil passieren. Wobei dem Präsidenten unterstellt werden darf, dass viel mehr noch als „America first“ als sein Lebensmotto „Trump first“ steht. Das unterstreicht unter anderem auch sein Plan, zu seinem 79. Geburtstag eine große Militärparade in Washington abzuhalten – worüber wir heute berichten. Inspiriert sei er durch die großen Pariser Paraden zum französischen Nationalfeiertag. Von jener im Jahr 2017 war er als Gast tief beeindruckt, wollte gleich danach auch in den USA das Militär defilieren lassen. Damals wurde es aufgrund der enormen Kosten noch verhindert. Jetzt möchte er es durchboxen. Mit Geld, das man durch die Schutzzölle eingenommen hat?
Brennender Steffl. An eine tiefe Wunde im Österreich-Bewusstsein wird heute erinnert: Vor genau 80 Jahren, in den letzten Kriegstagen, brannte der Wiener Stephansdom. Der hölzerne Dachstuhl brannte ab, das Kirchenschiff stürzte ein. Eine nationale Tragödie, noch bevor Österreich wiedererstand. Doch das völlig ausgelaugte Land schaffte den Steffl-Wiederaufbau in schwersten Zeiten. Ein Kraftakt, der höchst eindrucksvoll bewiesen hat, was wir Österreicher schaffen können. Eine Tugend, die wir auch heute brauchen. Und hoffentlich noch haben.
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