Sie wollen‘s zu dritt probieren: SPÖ, Liste A-Z und FPÖ starten in Mariazell in die Koalitionsverhandlungen. Amtsinhaber Walter Schweighofer und die ÖVP würden dadurch den Bürgermeistersessel in der Stadtgemeinde verlieren.
Nächster Schlag für die Volkspartei in Mariazell: Nach der Wahlniederlage von Amtsinhaber Walter Schweighofer bei der Gemeinderatswahl am 23. März, die ÖVP halbierte sich von 58 auf 29 Prozent und verlor dadurch die absolute Mehrheit, muss die Bürgermeisterpartei nun vermutlich das Amt des Ortschefs abgeben. SPÖ, Liste A-Z und FPÖ haben die Koalitionsverhandlungen gestartet – ohne die stimmenstärkste ÖVP.
Fabian Fluch (SPÖ), Helmut Schweiger (Liste A-Z) und Bernhard List (FPÖ), die Spitzenkandidaten der drei Parteien, sind sich einig: „Es ist unser gemeinsames Ziel, eine stabile Koalition zu schaffen, die mit Weitblick die kommenden Herausforderungen meistern kann.“ Die Liste A-Z und die FPÖ gaben den Start der Verhandlungen bereits am Sonntag auf Facebook bekannt.
Noch nichts fix
Schweighofer bestätigt der „Krone“, dass es auch seitens der ÖVP Gespräche mit der SPÖ und der Liste A-Z gab: „Wir sind mit beiden offen für weitere Gespräche verblieben. In Kürze soll es auch nochmal Gespräche mit der SPÖ geben.“ Schweighofer war erst seit der Wahl 2020 im Amt.
Das Pikante an der ganzen Sache: Die Liste A-Z wurde vom bisherigen ÖVP-Vizebürgermeister Helmut Schweiger gegründet. „Mein politischer Stil, meine Ideale und meine Ideen waren mit der Linie der ÖVP Mariazellerland nicht mehr vereinbar. Ich habe mich daher dazu entschlossen, einen neuen Weg zu gehen“, so Schweiger im Vorfeld der Wahl.
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