„Großartige Gespräche“

Nach Eklat: Ukraine und USA „wieder auf Kurs“

Außenpolitik
26.03.2025 14:39
Porträt von krone.at
Von krone.at

Seit dem öffentlich ausgetragenen Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Gegenüber Wolodymyr Selenskyj haben die Regierungen der beiden Staaten im Bemühen um eine Beendigung des Ukraine-Krieges „großartige Gespräche“ geführt. Nach den Worten von Selenskyjs Stabschef Andrij Jermak ist das Verhältnis zwischen Kiew und Washington „wieder auf Kurs“.

Zwei Gesprächsrunden in Saudi-Arabien über eine mögliche Waffenruhe hätten der Regierung in Kiew die Gelegenheit gegeben, den US-Vertretern zu zeigen, dass sie bereit sei, mit Trump bei seinem Bestreben zusammenzuarbeiten, den drei Jahre andauernden, ukrainisch-russischen Krieg zu beenden, erklärte Jermak am Dienstag.

Stabschef Andrij Jermak gibt sich zufrieden mit den Gesprächen in Saudi-Arabien.
Stabschef Andrij Jermak gibt sich zufrieden mit den Gesprächen in Saudi-Arabien.(Bild: AFP/HANDOUT)

„Russland spielt nur Spielchen“
Gleichzeitig kritisierte der ukrainische Regierungsvertreter die russischen die Bedingungen, die der Kreml an eine Waffenruhe und Friedensverhandlungen knüpfe. Mit Blick auf die Gespräche in Saudi-Arabien, wo US-Vertreter versuchten, Vereinbarungen mit russischen und ukrainischen Delegationen auszuhandeln, sagte Jermak: „Wir haben gezeigt, dass wir es sehr ernst meinen. Die Amerikaner haben es verstanden.“ Russland dagegen „spielt nur Spielchen“.

Trump zeigt Verständnis für Putin
Trump selbst räumte in einem TV-Interview am Dienstag ein, er glaube ebenfalls, dass Russlands Präsident Wladimir Putin die Gespräche gezielt hinauszögert. Gleichzeitig zeigte der US-Staatschef auch Verständnis für Putin. Er selbst habe das nämlich auch manchmal gemacht, wenn er sich bei einem Vertrag unsicher war, so Trump.

Moskau lobt „guten Fortschritt“
Lobende Worte für die US-Diplomatie kamen auch aus Moskau. Dank dieser „intensiven Kontakte“ habe man sich rasch geeinigt, welche Energieanlagen gegenseitig nicht mehr beschossen werden sollen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch in Moskau.

Auch wenn die Ukraine – wie er es darstellte – nicht willens zu Absprachen sei, sei es doch wichtig, diese Teilwaffenruhe einzuhalten. „Das ist ein guter Fortschritt dank der konstruktiven Beziehungen, die sich bei unseren Kontakten mit der amerikanischen Seite ergeben haben, und wir sollten diesen Weg fortsetzen“, sagte Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

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