18 Personen wurden vergangene Woche bei einer Razzia in sieben Bundesländern festgenommen. Sie sollen Homosexuelle wegen ihrer sexuellen Orientierung angelockt, ausgeraubt und gequält haben. Als Konsequenz haben die Grünen in Oberösterreich nun den Landessicherheitsrat zum Thema „Hate Crime“ einberufen.
Erörtert werden sollen beim Landessicherheitsrat die Bedrohungslage und Gegenmaßnahmen zum Schutz der Community. „Es kann nicht sein, dass in unserem Land Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung um Leib und Leben fürchten müssen“, begründete Klubobmann Severin Mayr seine Initiative. Ein Termin für die Sitzung in Linz stand Mittwoch noch nicht fest.
Beunruhigung auch in Oberösterreich
Die Serie an offenbar organisierten Gewaltverbrechen an Homosexuellen habe „in der freien, liberalen Gesellschaft und natürlich bei allen queeren Menschen auch in Oberösterreich“ für Beunruhigung gesorgt. „Das ist indiskutabel“, so Mayr. Im Landessicherheitsrat müsse man sich daher der aktuellen Gefährdungslage widmen, denn im Zuge der Ermittlungen habe es auch Hausdurchsuchungen in Oberösterreich gegeben.
Waffen und NS-Devotionalien gefunden
Bei der Razzia im Auftrag der Staatsanwaltschaft Graz waren 18 Männer und Frauen wegen des Verdachts von Hass-Kriminalität festgenommen worden, über 13 wurde die U-Haft verhängt. Bei den zumindest 17 Opfern handelt es sich um Homosexuelle, denen von den Verdächtigen fälschlicherweise Pädophilie unterstellt wurde. Daher hätten die Täter sie ausgeraubt, verletzt und erniedrigt. In einem Fall steht auch Mordversuch im Raum. Bei den Hausdurchsuchungen wurden auch Waffen und NS-Devotionalien gefunden.
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