"Hülsen gefunden"

Bei Überfall auf Geldtransporter fielen Schüsse

Österreich
28.08.2013 10:55
Bei dem gescheiterten Überfall auf einen Geldtransporter nahe St. Pölten in Niederösterreich am Dienstag sind definitiv Schüsse gefallen. "Wir haben drei Patronenhülsen gefunden", berichtete Klaus Preining vom Landeskriminalamt am Mittwoch.

Der Fahrer des Geldtransporters, der sich mit dem Wagen an der Blockade verbeizwängen konnte, hatte ausgesagt, einen mit einem Gewehr bewaffneten Vermummten gesehen zu haben. Informationen darüber, wer geschossen hat sowie ob bzw. was die Projektile getroffen haben, liegen noch nicht vor.

Die Ermittlungen würden jedenfalls auf Hochtouren laufen: "Wir strecken unsere Fühler in alle Richtungen. Vor allem von den Brandrückständen und den gestohlenen Autos erwarten wir uns Rückschlüsse auf die Täter", ergänzte Preining. Mit den Behörden im Ausland, wo es bereits ähnliche Überfälle gegeben hatte, stehe man in Kontakt.

Straßenblockade sollte Geldtransporter stoppen
In den frühen Morgenstunden am Dienstag war aufgrund der Reaktionsschnelligkeit des Lenkers ein spektakulärer Überfall auf den Geldtransporter gescheitert. Das Fahrzeug sollte mithilfe einer Straßensperre auf der Auffahrt von der Westautobahn (A1) zur Kremser Schnellstraße (S33) gestoppt werden. Statt aber anzuhalten, wich der Lenker geistesgegenwärtig dem Hindernis aus und gab Gas. Danach alarmierte er die Polizei. Die Räuber steckten dann auf ihrer Flucht insgesamt vier Fahrzeuge in Brand.

Zeugen, die ab 2.50 Uhr beim Knoten St. Pölten bzw. in der Folge auf der Richtungsfahrbahn Wien der A1 weiter ostwärts Beobachtungen gemacht haben, sind aufgerufen, sich an die nächste Polizeidienststelle bzw. an den Journaldienst des Landeskriminalamtes unter der Telefonnummer 059133/30-3333 zu wenden.

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