Heute starten die 54. Rauriser Literaturtage. Thematisch dreht sich das Festival heuer um „Konfliktfelder“. Dem abgängigen Literat Bodo Hell wird mit extra Veranstaltung gedacht.
Die 54. Ausgabe der Rauriser Literaturtage startet heute im Pinzgau. Im Mittelpunkt des mehrtägigen Festivals steht heuer das Motto „Konfliktfelder“. Die dazu eingeladenen Autoren und ihre Bücher beschäftigen sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit dem Thema.
Eine klare Sache hingegen ist die Auswahl der heurigen Preisträger. So erhält die 2001 in Wien geborene Autorin Lilli Polansky den mit 10.000 Euro dotierten Rauriser Literaturpreis 2025 für ihr Romandebüt „Gratulieren müsst ihr mir nicht“. Die mehrköpfige Jury betonte, das Buch schildere auf radikale und offene Weise eine intensive Konfrontation mit Krankheit und Tod.
Der Förderungspreis, dotiert mit 5000 Euro, geht heuer an die 1987 in Oberndorf bei Salzburg geborene Anna Neata. Ihr Prosatext „Es Maedchen fasst sich en Mut und zwä Herzen“ ist laut der Jury „gleichzeitig Sprachkunststück und geglückte Literatur“. Besondere Beachtung fand die von der Oberndorferin kreierte Kunstsprache. Damit will Neata im Text traumatische Erfahrungen in der Kindheit verdeutlichen.
Eine besondere Ehre kommt heuer dem seit letztem Sommer abgängigen Literat Bodo Hell zu. Am 21. März findet um 14 Uhr eine Gedenkveranstaltung inklusive Konzert im Mesnerhaus statt. Hell erhielt 1972 den ersten Rauriser Literaturpreis. In den folgenden Jahren trat er weitere 13 Mal im Rahmen der Rauriser Literaturtage auf.
Zu Lesungen und Gesprächen eingeladen sind heuer unter anderem die Autorinnen und Autoren Sofia Andruchowytsch, Radka Denemarková, Ulrike Draesner, Franzobel, Behzad Karim Khani, Ronya Othmann, Kurt Palm, Tijan Sila und Milica Vučković. Aus dem Mesnerhaus finden wieder Live-Übertragung ins Gasthaus Platzwirt statt. Am 20. März wird zudem die Heimalm wieder Veranstaltungsort. Auch die traditionellen Störlesungen bei Rauriser Familien finden statt.
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