Mit mehr als 120 Besucherinnen und Besuchern wurde die Ausstellung „Vom Industriedesign zur Malerei: Kristian Fenzl – Der Pionier aus Steyr“ in der Schlossgalerie Steyr eröffnet. Anlass für die Kunstschau ist der 80. Geburtstag des Universalkünstlers, der in seiner Heimatstadt gewürdigt wird.
Kristian Fenzl ist Künstler und vor allem ein weltweit bekannter Designer, der seit den 1970er-Jahren die Technik aus Oberösterreich geprägt hat.
Sein großer Durchbruch als Designer gelang ihm bereits 1978 mit der Gestaltung einer Straßenwalze für die Voestalpine. Es folgten Entwürfe von Löschfahrzeugen für Rosenbauer. So wurde sein Modell „Simba“ zum weltweit meistverkauften Flughafenlöschfahrzeug. Fenzl war außerdem unter anderem für Engel, Fronius und Laska tätig. Er steht damit für ein bedeutendes Stück österreichischer Designgeschichte.
Seit den 1980er-Jahren war Fenzl zudem als Professor an der Kunstuniversität Linz tätig. Dort vermittelte er unter anderem den von ihm geprägten Designgrundsatz „Form folgt der Funktion“.
Freie Malerei, freie Farben
In der aktuellen Kunstschau in der stimmungsvollen Galerie im Steyrer Schloss Lamberg, die von der Galerie H – Cornelia und Günter Mitter – ausgerichtet wird, präsentiert sich Fenzl vor allem als versierter Maler, der Bildräume zwischen Landschaft und spontaner Geste entwickelt. Die Schau bringt dabei auf den Punkt, was ihn als Künstler und Gestalter ausmacht.
Der Designer ist auch ein großer Maler
Dazu sagt Kuratorin Maria Reitter-Kollmann, Leiterin der Kunstsammlung des Landes Oberösterreich: „Hier scheint Kristian Fenzl all das, was ihn als Künstler und Gestalter ausmacht, in Farbe zu übersetzen: Bewegung, Rhythmus, Energie, Experiment und die Freude am Material. Ein Pinselstrich beginnt und wird zur Bewegung über mehrere Leinwände hinweg.“
Farben überlagern sich, fließen ineinander, verdichten und lösen sich wieder auf. Ihr Fazit: „Und plötzlich begegnen wir wieder jenem Kristian Fenzl, der schon in den 1970er-Jahren experimentiert hat: dem Künstler, der nicht einfach abbilden, sondern etwas erfinden möchte.“
Zur Ausstellung, die noch bis 25. Oktober in der Schlossgalerie Steyr zu sehen ist, erschien ein beachtlicher Begleitband.
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