„Welcome to the USA“

Grenzbeamter wollte für Einreise Brüste sehen

Ausland
12.03.2025 17:07
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein ehemaliger Beamter der US-Grenzschutzbehörde (Border Patrol) hat zugegeben, seine Autorität missbraucht zu haben, um weibliche Migranten zu zwingen, ihm ihre Brüste zu zeigen, um ins Land einreisen zu können. Für seine Taten lernte er extra spanische Befehle.

Laut Anklage behauptete der 53-jährige Shane Millan bei mehreren virtuellen Einwanderungskontrollen, die Frauen hätten Tätowierungen auf der Brust, und forderte sie auf, diese zu entblößen. In einem Fall drohte er einer Frau, ihre Unterlagen nicht zu unterschreiben, sollte sie sich weigern.

Opfer gezielt mit spanischen Befehlen manipuliert
Nachdem sie seinen Anweisungen folgte, soll er ihr mit den Worten „Welcome to the U.S.A.“ geantwortet haben. Die Taten ereigneten sich im August 2023, während Millan an der Grenze zwischen Texas und Mexiko arbeitete.

Ermittlungen ergaben, dass er sich zuvor auf seinem Dienstcomputer spanische Befehle angeeignet hatte, um seine Opfer gezielt zu manipulieren.

Beleg für „Kultur der Straflosigkeit“
Millan wurde im August verhaftet und ist nicht mehr im Dienst. Ihm drohen bis zu zwei Jahre Haft und eine Geldstrafe von 200.000 US-Dollar. Der 53-Jährige bekannte sich am Freitag in zwei Fällen schuldig, seine Amtsbefugnisse zur Verletzung der Bürgerrechte missbraucht zu haben.

Menschenrechtsorganisationen sehen den Fall als Beleg für eine „Kultur der Straflosigkeit“ innerhalb des US-Grenzschutzes, in der Missbrauch oft ungestraft bleibt.

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