Es ist wohl nur mehr eine Frage von Tagen, bis das Weiße Rössl in Gries am Brenner Geschichte ist. Beim Start der Abrissarbeiten sind Denkmalschützer dazwischengegangen. Doch das könnte sie in Zukunft teuer zu stehen kommen.
Als am Mittwoch die ersten Bagger beim denkmalgeschützten Weißen Rössl auffuhren, reagierten Mitglieder der Bürgerinitiative umgehend und stellten sich vor die Maschinen. Das gleiche Szenario wiederholte sich am Donnerstag. Die Polizei muss dazwischengehen und die Lage beruhigen.
Rechtliche Schritte möglich
In Zukunft könnten Störaktionen Denkmalschützern teuer zu stehen kommen. Laut dem Besitzer des Weißen Rössl ist ab Freitag ein Platzverbot für die Baustelle ausgesprochen. Neben einer drohenden Verwaltungsstrafe könnte sich der Besitzer wegen entstandener Mehrkosten durch Störaktionen schadlos halten. Man behalte sich rechtliche Schritte vor, heißt es von seiner Seite.
Antrag gegen Abriss abgelehnt
Dass der Abriss noch vom Denkmalamt abgewendet werden kann, gilt als unwahrscheinlich. Das Ansuchen auf einen Baustopp wurde laut Rössl-Besitzer am Donnerstag abgewiesen.
Noch werden rund um das markante Gebäude neben der Kirche Vorarbeiten erledigt, etwa eine Gasleitung stillgelegt. Spätestens ab Montag könnten dann die Mauern des Denkmals fallen.
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