Die US-Regierung hat bekanntgegeben, dass sie direkte Gespräche mit der islamistischen Hamas führt. Der Sondergesandte Steve Witkoff sei befugt, mit jedem zu sprechen, sagte Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt.
Das Weiße Haus verhandelt zum ersten Mal direkt mit der Terrororganisation. Israels Regierung sei in dieser Angelegenheit konsultiert worden, sagte Leavitt. Zu den Inhalten der Gespräche wollte sie sich nicht äußern. US-Präsident Donald Trump glaube grundsätzlich an den Dialog „mit Menschen auf der ganzen Welt“ im Interesse der Amerikanerinnen und Amerikaner, sagte Leavitt.
„Israel hat den Vereinigten Staaten seine Position hinsichtlich direkter Gespräche mit der Hamas mitgeteilt“, kommentierte die israelische Regierung die Gespräche vage. Zuvor hatten Kreise der Hamas bestätigt, dass es Kontakt zum Weißen Haus bezüglich amerikanischer Geiseln sowie einem Abkommen zum Kriegsende im Gazastreifen gebe. Noch sei keine Einigung erzielt worden. Die Hamas wird von der US-Regierung als Terrororganisation eingestuft.
Sanktionen gegen Houthi-Mitglieder beschlossen
Die US-Regierung hat zudem Sanktionen gegen die jemenitische Houthi-Miliz beschlossen. „Die Anführer der Houthi-Miliz haben ihre Absicht gezeigt, ihre rücksichtslosen und destabilisierenden Handlungen im Roten Meer fortzusetzen“, sagte US-Finanzminister Scott Bessent. Die Sanktionen betreffen sieben hochrangige Mitglieder der Miliz und einen Mann mit Verbindungen zu der Gruppe. Ihnen wird Waffenschmuggel vorgeworfen. Der Verbindungsmann soll Zivilpersonen für den Kampf auf der Seite Russlands in der Ukraine rekrutiert haben.
Am Dienstag hatte das Weiße Haus die Houthi-Miliz wieder auf ihre Liste ausländischer Terrororganisationen gesetzt. Dadurch kann die US-Justiz jede Zusammenarbeit verfolgen. Die Terrororganisation kontrolliert einen Großteil des Jemen und attackiert seit Beginn des Gaza-Kriegs immer wieder Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden, aber auch Ziele in Israel mit Drohnen und Raketen. Sie unterstützt die Hamas.
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