Arbeitsreicher Vormittag für die Berufsfeuerwehr Wien: Erst gab es auf der Mariahilfer Straße Aufregung um einen Zahnarztstuhl, dann wurde in der Donaustadt anstatt des Mauerwerks bei Kellerarbeiten eine Gasleitung angebohrt.
Von einem Blaulichtgewitter wurden am Mittwochmorgen Berufstätige und Anwohner auf der Mariahilfer Straße empfangen. Die Wiener Berufsfeuerwehr war mit 18 Fahrzeugen und 74-Mann-Besatzung wegen eines Schadstoffaustritts alarmiert worden. Um 7.30 Uhr morgens hatte eine Zahnarztpraxis den Notruf getätigt.
Viel heiße Luft, um nichts in Zahnarztpraxis
Der kuriose Grund: Laut Feuerwehrsprecher Martin Vietauer hatte ein Zahnarztstuhl verdächtige Geräusche von sich gegeben. Der Austritt von Gas wurde befürchtet, die Florianis rückten an. Trotz des spektakulären Anblicks war aber Gott sei Dank nichts Schlimmes passiert. Das Leck des undichten Zahnarztstuhls versprühte anstatt gefährlicher Gase lediglich Druckluft.
Die Druckluftleitung eines Zahnarztstuhls war undicht. Der Einsatz konnte daher rasch wieder beendet werden.
Martin Vietauer, Sprecher der Wiener Berufsfeuerwehr
Nur rund zwei Stunden später wurde die Berufsfeuerwehr dann auch in die Donaustädter Afritschgasse beordert. In einem Einfamilienhaus in Kagran wurden gerade Bauarbeiten im Kellergeschoss durchgeführt. Dabei dürfte es jedoch zu einem Missgeschick mit Folgen gekommen sein.
Gaswerke dichteten Leck rasch ab
Denn statt der Mauerziegel wurde eine in der Wand verbaute Gasleitung angebohrt – es bestand höchste Explosionsgefahr. Mit sieben Fahrzeugen und 29 Mann Besatzung ging es zum Unfallort. Die Gaswerke waren vor Ort, um sofort die Zufuhr der Leitungen zu dem Haus zu kappen und das Leck abzudichten. Die Berufsfeuerwehr belüftete das Gebäude mit Hochleistungslüftern.
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