Anschlag befürchtet
USA geben weltweite Reisewarnung heraus
Die Anschläge könnten insbesondere im Nahen Osten und in Nordafrika geschehen und sich womöglich auf der Arabischen Halbinsel ereignen oder von dort ausgehen, erklärte das US-Außenministerium. Die Angriffe könnten sich insbesondere gegen öffentliche Verkehrssysteme und Touristenziele richten, hieß es in der Erklärung weiter. Die Arabische Halbinsel gilt als historische Basis des Terrornetzwerks Al-Kaida, dessen Chef und Gründer Osama bin Laden im Mai 2011 durch einen US-Einsatz in Pakistan getötet wurde.
Zahlreiche US-Botschaften sonntags geschlossen
Bereits am Donnerstag hatte das US-Außenamt angeordnet, dass "einige US-Botschaften und Konsulate" am Sonntag aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben sollen. Dabei handele es sich um eine Vorsichtsmaßnahme für die Angestellten und Besucher der Vertretungen, hieß es. Möglicherweise könnte es Anweisungen über den Sonntag hinaus geben.
Von den Schließungen betroffen sind laut einer im Internet veröffentlichten Liste demnach die Gesandtschaften in Afghanistan, Abu Dhabi, Ägypten, Bahrain, Bangladesch, Dschibuti, im Irak, dem Jemen, Jordanien, Kuwait, Katar, Libyen, Oman, Saudi-Arabien, dem Sudan, - und laut Angaben des US-Nachrichtensenders CBS auch in Israel.
Der Sonntag ist der Beginn der Arbeitswoche in vielen muslimischen Ländern. In den USA sind die meisten Regierungsgebäude dagegen sonntags geschlossen. Die USA lassen besonders seit dem Anschlag auf das US-Konsulat im libyschen Benghazi im September vergangenen Jahres äußerste Vorsicht walten. Bei dem Angriff waren der Botschafter Chris Stevens sowie drei seiner Mitarbeiter getötet wurden.
Erhöhte Terrorgefahr zum Ende des Ramadan
Experten meinen, dass die erhöhte Terrorgefahr mit dem Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan zusammenhänge. Zudem nähere sich das Datum des 11. September, an dem 2001 bei den Terrorangriffen in New York und Washington rund 3000 Menschen starben.
Die Sicherheitslage werde laufend und in enger Abstimmung auch mit den USA überprüft, hieß es unmittelbar nach der US-Warnung in Berlin. "Sollte es zu einer Verschlechterung der Sicherheitslage in einem Land oder in einer Region kommen, wird darauf entsprechend reagiert", verlautete aus dem Außenamt.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.